Die Aktien von Hershey Co. notieren unter ihrem fairen Wert, da die hohen Kakaepreise die Gewinnmargen belasten – so eine aktualisierte Analystenmeinung.
Die Analysten von Stifel haben den fairen Wert der Aktie auf 215 USD pro Stück angehoben, gegenüber zuvor 190 USD. Dies entspricht einem Aufwärtspotenzial von 11,2% gegenüber dem Schlusskurs von 193,40 USD am Mittwoch. Die Anpassung berücksichtigt den anhaltenden Druck auf Hersheys Margen durch die gestiegenen Kakaekosten, die aufgrund von Angebotsengpässen und ungünstigen Wetterbedingungen in Westafrika – der weltweit wichtigsten Kakaoregion – auf Rekordniveaus liegen.
Hershey, der grösste Schokoladenhersteller der USA, sieht sich seit über einem Jahr steigenden Rohstoffkosten ausgesetzt, da sich die Kakaofutures auf Rekordhöhen bewegen. Das Unternehmen hat bereits Preiserhöhungen vorgenommen, um einen Teil der Kostenzunahme abzufedern. Analysten warnen jedoch, dass sich die Margen weiter verschlechtern könnten, falls die Kakaepreise hoch bleiben. Die Nachfrage nach Premium-Schokolade bleibt zwar stabil, doch die Preissetzungsmacht könnte unter dem Inflationsdruck bei den Verbrauchern leiden.
In der Analystenmitteilung wurden Hersheys starke Markenpalette und Preiserhöhungsstrategien als positive Faktoren hervorgehoben. Gleichzeitig betonten die Experten, dass die kurzfristige Perspektive weiterhin von der Entwicklung am Kakaomarkt abhängt. In der aktuellen Saison wird mit einem Rückgang der westafrikanischen Kakaoproduktion um 10 bis 15% gerechnet, verursacht durch schlechtes Wetter und Krankheiten – was die Angebotsverknappung weiter verschärft.
Hershey wird am 31. Oktober die Quartalszahlen für das dritte Quartal vorlegen. Marktteilnehmer achten dabei besonders auf die Aussagen zum Kostenmanagement und zu den Preiserhöhungsstrategien.



