Die Entwickler von Harmony One bewerten derzeit die Möglichkeit eines Blockchain-Rollbacks, nachdem Berichte über einen Exploit aufgetaucht sind, der angeblich 2,8 Milliarden nicht autorisierte ONE-Tokens erzeugt hat, die sich auf mehreren Handelsplattformen wiederfanden.
Der mutmaßliche Sicherheitsvorschlag, der am Montag bekannt wurde, führte dazu, dass die Protokollbeiträge mit den Börsen zusammenarbeiteten, um die damit verbundenen Guthaben einzufrieren und einen Patch zu initiieren, um das Problem anzugehen. In einer Stellungnahme bestätigte Harmony's Team den Vorfall, betonte jedoch, dass die nicht autorisierten Tokens identifiziert und auf den Börsen verfolgt würden.
Die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield meldete den Exploit zuerst, schätzte, dass der illegale Münzvorgang innerhalb von 24 Stunden stattgefunden haben könnte. Die Analyse der Firma deutete darauf hin, dass der Angreifer eine Sicherheitslücke in einem Smart-Contract ausgenutzt hatte, um die Tokens zu erzeugen, die dann an verschiedene Wallets verteilt wurden, bevor sie auf Plattformen wie Binance und KuCoin gehandelt wurden.
Harmony hat noch nicht bestätigt, ob ein Rollback der Blockchain durchgeführt werden wird, eine Entscheidung, die die Zustimmung aller Validator erfordert und möglicherweise jüngste Transaktionen rückgängig machen würde. Die Entwickler betonten die Notwendigkeit einer koordinierten Reaktion, um weitere Risiken zu minimieren und gleichzeitig die legitimen Nutzer so wenig wie möglich zu stören.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Smart-Contract-Sicherheit in dezentralen Finanzsystemen, insbesondere da Exploits, die sich auf Token-Münzmechanismen richten, immer sophisticateder werden. Harmony's native ONE-Token, das als Netzwerk-Asset für Transaktionsgebühren und Staking dient, hat in den letzten Tagen verstärkte Handelsaktivität erlebt, während die Ermittlungen ablaufen.
Die an dem Einfrieren beteiligten Börsen haben die Ein- und Auszahlungen von ONE-Tokens ausgesetzt, bis Harmony's Team weitere Klarheit liefert. Das Protokoll hat die Nutzer aufgefordert, Vorsicht walten zu lassen und sich von jeglichen verdächtigen Transaktionen fernzuhalten, die mit den nicht autorisierten Tokens in Verbindung stehen, bis die Situation geklärt ist.



