Der Baustoffkonzern H+H International teilte am Freitag mit, dass sich der Ausblick für das zweite Halbjahr 2026 dank einer Erholung in Polen verbessert hat, die die schwächere Entwicklung im Vereinigten Königreich ausgleicht.
Das Unternehmen, das sich auf Porenbetonsteine und verwandte Produkte spezialisiert hat, bezeichnete Polen als Haupttreiber der angehobenen Erwartungen. Die Nachfrage auf dem polnischen Markt hat sich verstärkt und stützt damit das Gesamtumsatzwachstum – trotz widriger makroökonomischer Rahmenbedingungen.
Im Gegensatz dazu zeigt sich die Geschäftsentwicklung von H+H im Vereinigten Königreich verhaltener. Das Management verwies auf nachlassende Bauaktivitäten und wirtschaftliche Unsicherheiten als zentrale Belastungsfaktoren für das britische Geschäft. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen zwar nicht, betonte jedoch Polens Widerstandsfähigkeit, die den Rückgang in Grossbritannien abfedert.
H+H setzt weiterhin auf geografische Diversifizierung, wobei Polen zunehmend als wichtiger Wachstumsmarkt an Bedeutung gewinnt. Die Strategie des Unternehmens, die auf Porenbeton – ein leichtes und energieeffizientes Baumaterial – setzt, kommt dem steigenden Bedarf an nachhaltigen Lösungen im Bauwesen in Mittel- und Osteuropa entgegen.
Branchenbeobachter sehen in der aktualisierten Guidance von H+H die unterschiedlichen Trends zwischen Polen und Grossbritannien bestätigt. Während Polens Bausektor von staatlichen Infrastrukturausgaben und Wohnungsbauprogrammen profitiert, kämpft der britische Markt mit höheren Finanzierungskosten und Arbeitskräftemangel.
Die vollständigen Zahlen für das zweite Quartal 2026 wird H+H am 21. August 2026 vorlegen.


