Die Goldpreise blieben am Donnerstag durch eine bullish technische Struktur unterstützt, trotz des aufwärts gerichteten Drucks von steigenden Realzinsen, der typischerweise auf nicht verzinsliche Anlagen lastet.
Analysten wiesen die Resilienz auf starke Unterstützungsniveaus um 2.300 US-Dollar pro Unze zurück, die in den letzten Sitzungen wiederholt Abwärtsbewegungen begrenzt haben. Die Preisbewegung des Metalls spiegelt weiterhin einen konstruktiven Ausblick wider, da Futuresverträge einen Premium zu Spotpreisen aufweisen, ein Muster, das oft mit bullishem Sentiment in Rohstoffmärkten in Verbindung gebracht wird.
Die Realzinsen, gemessen an den US-10-Jahres-Treasury-Inflation-Protected Securities (TIPS), stiegen in dieser Woche, was die Attraktivität von Gold als Inflationshedge verringerte. Der Zinssatz von 10-Jahres-TIPS erreichte seine höchste Stufe seit Anfang März, wodurch Gold-Futures unter Druck gerieten, die zuletzt bei 2.330 US-Dollar pro Unze gehandelt wurden.
Marktteilnehmer stellten fest, dass sich Realzinsen zwar als Hinderungsgrund darstellen, die Fähigkeit des Metalls, sich über wichtige Durchschnittslinien zu halten, seine kurzfristige bullish Bias bestätigt hat. Technische Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) bleiben in neutralem Gebiet, was eine weitere Konsolidierung vor einer weiteren Aufwärtsbewegung nahelegt.
Die Divergenz zwischen steigenden Realzinsen und der Preisstabilität von Gold unterstreicht die doppelte Rolle des Metalls als Inflationshedge und als sicheres Hafen während Perioden erhöhter Unsicherheit. Händler werden die US-Wirtschaftsdatenveröffentlichungen, insbesondere die Inflationsberichte, genau beobachten, um weitere Richtlinien für die Entwicklung von Realzinsen und deren Auswirkungen auf den Goldpreis zu erhalten.



