Die Aktien von Globant S.A. brachen in den nachbörslichen Handel am Dienstag um 17% ein. Der argentinische IT-Dienstleister hatte zwar im zweiten Quartal die Umsatzprognosen übertroffen, doch die vorsichtige Jahresausblick belastete die Anlegerstimmung.
Das in Buenos Aires ansässige Unternehmen, das sich auf digitale Transformation und Technologiedienstleistungen spezialisiert, meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 582,7 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von 20,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lag damit über den Analystenerwartungen von 575 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn stieg auf 76,3 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 65,4 Millionen US-Dollar).
Trotz des positiven Umsatzüberraschungseffekts reduzierte Globant seine Jahresprognose für den Gesamtumsatz auf einen Bereich von 2,30 bis 2,35 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen noch einen Korridor von 2,35 bis 2,40 Milliarden US-Dollar erwartet. Auch die Marge des bereinigten EBITDA wurde von 17,0%-17,5% auf 16,5%-17,0% nach unten korrigiert. Als Begründung nannte das Management makroökonomische Unsicherheiten und eine verhaltenere Ausgabenbereitschaft der Kunden.
Analysten von JPMorgan kommentierten, dass der Umsatzüberraschungseffekt zwar positiv zu werten sei, die Herabsetzung der Jahresprognose jedoch eine «deutlich erhöhte Zurückhaltung» der Unternehmen bei ihren Investitionen widerspiegle. Der US-Markt, der rund 60% des Umsatzes von Globant generiert, steht dabei besonders im Fokus.
Der deutliche Kursrückgang folgte auf die Bekanntgabe und verschärfte die Verluste aus der regulären Handelsphase, in der die Aktie bei 1.120,00 US-Dollar schloss. Damit hat Globant seit Jahresbeginn rund 12% an Wert verloren und die früheren Gewinne vollständig eingebüßt.
Zu den Kunden des Unternehmens zählen Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Einzelhandel und Gesundheitswesen. Globants Portfolio umfasst unter anderem KI-gestützte Lösungen, Cloud-Computing-Dienstleistungen sowie Softwareentwicklung.



