FlightAware verklagt Kalshi wegen Missbrauchs von Flugdaten
Der Anbieter von Flugdaten FlightAware wirft der Handelsplattform Kalshi vor, deren Stornierungsdaten in Handelsverträgen missbräuchlich genutzt zu haben, und fordert Schadenersatz wegen Markenrechtsverletzung und Rufschädigung.

FlightAware hat Klage gegen Kalshi eingereicht und wirft der Handelsplattform vor, deren Flugstornierungsdaten in Finanzkontrakten unrechtmässig genutzt zu haben.
Die Beschwerde, eingereicht bei einem Gericht in Texas, behauptet, dass Kalshis Verwendung der Daten eine Markenrechtsverletzung darstellt und dem Ruf von FlightAware schadet. Die Klage verweist auch auf staatliche Stellen, die Kalshis Kontrakte mit Glücksspiel verglichen haben – allerdings geht die Klage nicht direkt auf regulatorische Bedenken ein.
FlightAware, das Echtzeit-Flugdaten bereitstellt, behauptet, dass die auf Stornierungsraten basierenden Kontrakte von Kalshi deren geistiges Eigentum verletzen und Händler über den Ursprung der Daten in die Irre führen. Das Unternehmen verlangt Schadenersatz sowie eine einstweilige Verfügung, um die weitere unautorisierte Nutzung seiner Daten zu unterbinden.
Kalshi, eine Derivatebörse, die sich auf ereignisbasierte Kontrakte spezialisiert hat, hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäussert. Die Klage unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen Datenanbietern und Finanzplattformen in Bezug auf die Nutzung proprietärer Informationen in handelbaren Produkten.
Die rechtliche Auseinandersetzung von FlightAware wirft grundsätzliche Fragen zur Datenhoheit und Lizenzierung in den Finanzmärkten auf, wo Echtzeitinformationen zunehmend über Derivate und Prognosemärkte monetarisiert werden.
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