Fidelity International plant, ihren vollständig in eigene Hand befindlichen Fondsmanager für China aufzugeben, wie aus Quellen bekannt, die mit der Sache vertraut sind, da schwache Nachfrage und wettbewerbsrechtliche Beschränkungen die Profitabilität auf dem zweitgrößten Fondsmarkt der Welt beeinträchtigen.
Der in London ansässige Vermögensverwalter, der weltweit 1,18 Billionen Dollar verwaltet, hat im Jahr 2020 nach einem Lockerungsmaßnahmen des Pekinger Regimes in Bezug auf die Regelung der ausländischen Eigentumsrechte den Betrieb seiner Inlandsfondaktivitäten in China aufgenommen. Seine 14 Konsumentenfondsprodukte verwalteten Ende Juni 4,5 Mrd. Yuan (670 Mio. USD) an Vermögen, ein Rückgang von 25 % im Vergleich zum Höchstwert von 6 Mrd. Yuan, der ein Jahr nach der Gründung erreicht wurde. In einem internen Dokument aus dem Jahr 2024 wird ein Mindestvermögen von 14 Mrd. USD für Profitabilität genannt, mit dem Ziel, dieses Niveau bis 2029 zu erreichen.
FIL hat insgesamt 218 Millionen US-Dollar in seine China-Division investiert, das größte Engagement unter ausländischen vollständig in eigenem Eigentum stehenden Fondsunternehmen. BlackRock liegt mit 215 Millionen US-Dollar nur knapp vorne. Die Division beschäftigt derzeit knapp 100 Mitarbeiter in Shanghai und operates neben einem umfangreicheren Technologie- und Operations-Zentrum in Dalian, wo FIL Ende letzten Jahres rund 500 Positionen strichte. Anfang 2024 сократило das Unternehmen die Zahl seiner lokalen Mitarbeiter für Fondverwaltung um 16%.
Der geplante Rückzug ist Ausdruck eines allgemeineren Rückzugs der ausländischen Vermögensverwalter aus der chinesischen Fondindustrie. Der britische Rivale Schroders wurde erst vor wenigen Tagen der erste, der seine alleinige Tochtergesellschaft in der Volksrepublik aufgab, während andere globale Unternehmen wie BlackRock, Neuberger Berman, Legal & General und Vanguard ihre Aktivitäten beibehalten, obwohl der Wachstum zurückgegangen ist. Der öffentliche Fondsmarkt Chinas, der 5,9 Billionen US-Dollar wert ist, steht seit der zweiten Jahreshälfte 2024 unterworfen einem Vorstoß schwächerer Industrieproduktion und -konsum, was zu einer Verlangsamung der Zuflüsse von Vermögen geführt hat.
Ein Sprecher von Fidelity International erklärte gegenüber Reuters, dass das Unternehmen sich weiterhin als langfristiger Markt in China engagiert und es keine Änderung der Strategie oder der Marktpräsenz gegeben habe. Die chinesische Wertpapierregulierungsbehörde bestätigte, dass sie keine offizielle Rückzugsanfrage von FIL erhalten habe.













