Die europäischen Aktienindex schlossen am Montag gemischt, wobei die wichtigsten Indizes moderate Verluste verzeichneten, da die Investoren vor einer Reihe von marktrelevanten Ereignissen im Laufe der Woche einen vorsichtigen Halt einnahmen.
Der Euro Stoxx 50, der benchmark der Region, verlor 0,22% auf 6.447,98 Punkte, während der Schweizer SMI nahezu unverändert bei 14.447,19 Punkten schloss, und damit nur mit 0,07% unter dem Niveau der vorherigen Session. Der britische FTSE 100 bukkte dem Trend entgegen und stieg um 0,35% auf 10.854,32 Punkte, getragen durch Gewinne bei Edelmetallen und Basismetallen, so Andreas Lipkow, Analyst von CMC Markets.
Die Marktteilnehmer nannten diese Woche einen „Dreifach-Test“ für das Risikosignal, wie Jochen Stanzl von der Consors Bank erläuterte. Der erste Druckpunkt ergibt sich aus der geplanten Ankündigung der US-Regierung von „den strengsten Sanktionen in der Geschichte“ gegen den Iran. US-Finanzminister Scott Bessent und Präsident Donald Trump sind vorgesehen, über die Maßnahmen zu sprechen. Der Iran warnte vor Vergeltungshandlungen, was die geopolitische Unsicherheit verstärkt.
Der zweite Fokus liegt auf Nvidias Quartalsergebnisbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wird und Aufschluss darüber geben soll, wie die Nachfrage nach KI-Chips unter steigenden Produktionskosten und potentiellen Preissteigerungen aussieht. Der dritte ist das jährliche Symposion der Federal Reserve in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt, bei dem Händler Hinweise auf die Geldpolitik unter steigenden Ölpreisen und steigenden Renditen von Wertpapieren suchen werden.
Die Ölpreise rückten nach dem sprunghaften Anstieg der vergangenen Woche ab und trugen dazu bei, dass der Energiebereich unterdurchschnittlich abschnitt, während andere europäische Branchen besser performten. Auch der Technologieindex rückte nach dem Freitag-Rückgang zurück, da negative Signale aus asiatischen Märkten und Bedenken im Zusammenhang mit Nvidia die Stimmung dämpften. Infineon war der stärkste Kurseinbrecher im Euro Stoxx 50, wobei die Aktie 3,2 % an Wert verlor, während ASML 1,1 % und STMicroelectronics 2,0 % in Paris verlor.
Der Reise- und Luftfahrtsektor war der beste Performer und bewahrte seine Erholung angesichts der jüngsten Verluste, da die Ölpreise leicht zurückgingen. Die Analysten verwiesen auf die Empfindlichkeit des Sektors gegenüber den Energiekosten, die in früheren Sitzungen die Margen unter Druck gesetzt hatten.
Investoren werden auch die Bemerkungen von der Chefvolkswirtin der Fed, Janet Yellen, am Freitag sorgfältig untersuchen, um nach Anzeichen für die Kursentwicklung der geldpolitischen Maßnahmen zu suchen, insbesondere darauf, ob sich Sorgen über die Inflation oder die Entwicklung der Anleihemärkte im Entscheidungsrahmen der Zentralbank überwiegen.












