Die europäischen Aktien waren am Montag kaum verändert, da die Anleger die Auswirkungen der bevorstehenden amerikanischen Sanktionen gegen den Iran und die weitreichenden geopolitischen Folgen der jüngsten Militärschläge bewerteten.
Der Stoxx Europe 600 Index schloss bei 654,22 Punkten, wobei die regionalen Benchmarks uneinheitlich ausfielen. Der deutsche DAX ging um 0,1% zurück, der französische CAC 40 fiel um 0,4% und der britische FTSE 100 stieg um 0,3%. Die Energieaktien stagnierten, nachdem Brent-Kolloidöl-Futures um 1,5% auf rund 91,27 USD pro Fass zurückgingen, nachdem sie in der Vorwoche um 5% gestiegen waren.
Die Ölmärkte blieben weiterhin sensibel für Entwicklungen im Nahen Osten, wo der irische Rial am 28. Februar auf dem informellen Markt ein Rekordtief von rund 2,02 Millionen Rial je US-Dollar erreichte, im Gegensatz zum offiziellen Devisenkurs der Zentralbank von rund 1,5 Millionen. Das Schwenken der Währung beschleunigte sich nach dem amerikanischen und israelischen Angriff am 28. Februar und verstärkte somit die doppelt stellige Inflation und das negative Wachstum im Iran.
Das iranische Außenministerium warnte, dass eine weitere Eskalation Konsequenzen zur Folge hätte, während US-Finanzminister Scott Bessent neue Maßnahmen als die "höchste finanzielle Offensive der letzten Jahre gegen einen Gegner" bezeichnete. Bessent forderte die Verbündeten des Irans auf, Kontakte mit Teheran zu beenden, um ihren Zugang zu globalem Kapital zu verbessern und das Vertrauen der Märkte zu stärken. Der iräische Präsident Masoud Pezeshkian wiederholte seine Präferenz für den im Juni vereinbarten Verständisratschlag mit den USA, obwohl die 60-tägige Verhandlungsfrist verstrichen ist.
Anderorts fielen die Aktien von BW Offshore um 14%, nachdem das Unternehmen seine Ergebnisse vor Steuern für dieses Jahr deutlich senkte. Der Rückgang kam, weil der breitere Energiebereich vor volatilen Zeiten steht, da die geopolitischen und sanktionellen Risiken sich verändert haben.
Für Dienstag sind Gespräche zwischen Oman und dem Iran geplant, um die Schifffahrtsverwaltung durch den Hormuskanal zu besprechen, einschließlich eventueller Anpassungen der Durchfahrtgebühren.












