Europäische Aktien blieben am Freitag unverändert, da Investoren vor der Veröffentlichung kritischer US-Inflationsdaten pausierten.
Der pan-europäische STOXX 600-Index stieg um 0,1% bis 0830 GMT, während die DAX- und CAC 40-Indizes jeweils um 0,2% zulegten. Der FTSE 100-Index in Großbritannien sank um 0,1%, fiel damit hinter seine Peers zurück.
Händler blieben auf der Hut, da die US-Bundesbehörde für Arbeitsstatistik (BLS) die neuesten Verbraucherpreisindex (CPI)-Datensätze später am Tag veröffentlichen wird. Die Daten werden voraussichtlich einen geringfügigen Rückgang der jährlichen Inflation auf 3,4% von 3,5% im März zeigen, wie eine Umfrage von Reuters ergab. Der Kern-CPI, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, wird voraussichtlich auf 3,6% von 3,8% absinken.
Die Markterwartungen haben sich in den letzten Wochen verschoben, da Händler nun eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung durch die Federal Reserve im September anstatt im Juni einpreisen. Die Futures, die an die Fed-Rate anknüpfen, deuten auf eine etwa 60-Prozent-Chance einer September-Senkung hin, um von etwa 50% eine Woche zuvor.
Die Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt ein zweitrangiges Thema, da die Politiker ein vorsichtiges Vorgehen bei Zinssenkungen trotz der jüngsten Anzeichen einer Abschwächung der Inflation in der Eurozone signalisieren. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat wiederholt betont, dass die Kreditkosten so lange restriktiv bleiben werden, bis die Inflation nachhaltig auf 2% zurückkehrt.
Die Sektorenausrichtung war gemischt, da die Energieaktien um 0,5% aufgrund steigender Ölpreise stiegen, während die Technologieaktien um 0,3% aufgrund von Gewinnen nach den jüngsten Gewinnen sanken. Die Finanzwerte, die an die Zinserwartungen anknüpfen, blieben weitgehend unverändert.
Der US-Dollar blieb nahe einem zweiwöchigen Höchststand gegenüber dem Euro, handelte bei 1,0770, da die Investoren auf die Veröffentlichung der CPI-Daten für weitere Richtlinien auf die geldpolitischen Erwartungen warteten.
In Unternehmensnachrichten sank British American Tobacco um 2,5% nach einem 2%-Rückgang der ersten Quartalsverkäufe, während der Schweizer Pharmagigant Roche um 1,2% nach einem Upgrade von Jefferies stieg.
Die Investoren werden auch die US-Produzentenpreisdaten am Donnerstag im Auge behalten, die weitere Klarheit über die Inflationsentwicklung vor der nächsten Woche der Fed-Sitzung liefern könnten.



