Die europäischen Aktien closed am Dienstag niedriger, denn der Euro Stoxx 50 fortsetzte seinen Niedergang zu Beginn der Woche, da erneuerte Spannungen in Iran und steigende Ölpreise Anleger Sorgen bereiteten. Der Benchmarkindex fiel um 0,80 % auf 6.368,98 Punkte zurück und fiel auf Niveaus, die erst Anfang August erlebt wurden.
Die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten und die 2,5-prozentige Erhöhung der Brent Rohöl-Futures auf 82,70 USD pro Fass haben die Inflationserwartungen beeinflusst und die Aussicht auf zusätzliche Geldpolitiksschnürungen erhöht. Die Europäische Zentralbank wird laut einschlägigen Prognosen nächsten Woche die Zinssätze anheben, um den anhaltenden Preisdruck zu bewältigen. Die Konzerninflation im Euro-Gebiet stieg im August auf 3,3 % gegenüber dem Vorjahreswert, nach 2,6 % im Juli, so die Daten von Eurostat.
Dies ist die wahrscheinlichste Entscheidung der EZB, nachdem Bundesbank-Vertreter, einschliesslich Gouverneur Kevin Warsh, Signale ausgestrahlt hatten, in denen sie ihr Engagement zur Inflationskontrolle bekräftigten. Eine potenzielle Zinserhöhung der Fed im September ist weiterhin im Gespräch, da die Zentralbanken den Wachstumsrisiken die Preisstabilität gegenüberstellen.
Unter den Einzelaktien stieg Air Liquide in Paris um über 2 Prozent, nachdem der Aktivistinvestor Elliott Management einen Anteil an dem Industriegasekonzern öffentlich gemacht und das Management aufgefordert hatte, die Profitabilität zu verbessern. Novartis stieg in Zürich um über 6 Prozent nach positiven Ergebnissen der Phase-IIb-Studie von Remibrutinib bei der rekurrenten Multiplen Sklerose. Die Analysten von UBS bewerteten die Daten als optimales Ergebnis.
Im Gegensatz dazu fiel die Partners Group Holding um fast 7 % nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen, die die Erwartungen einiger Investoren nicht erfüllt haben, und der Ankündigung einer unerwarteten Führungswechsel. Die europäischen Ölaktien outperten, mit Eni, der um 1,5 % stieg, und TotalEnergies, der um 2,8 % stieg, da der Sektor um 1,8 % steigerte.
Die Aktien von Reise- und Fluggesellschaften blieben zurück, da sie um 2,3 % rückläufig waren, da die steigenden Kraftstoffkosten und die instabile Situation im Nahen Osten das Stimmungsbild beeinträchtigten. Der FTSE 100 sank um 0,32 % auf 10.789,28 Punkte, während der Schweizer SMI um 0,34 % auf 14.334,79 Zähler gestiegen ist.












