Der Euro stieg zu Beginn der Woche auf 1,1700 und erreichte damit sein Hochniveau seit Mai, da der Dollar nach der Entscheidung der US-Treasury zur Ausweitung ihres Anleihe-Buyback-Programms abwertete.
Die wirtschaftliche Aktivität der Eurozone zeigte im August weiterhin eine Expanzion, wobei der industrielle Sektor in Deutschland die stärkste Verbesserung zeigte. Die Verbrauchererwartungen für die Inflation im Blok bewegten sich leicht von 3,0% auf 2,9%, jedoch bleiben sie weiterhin über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank, was die Erwartungen auf weitere straffere Geldpolitik verstärkt.
Auf der Einkaufsagenda der folgenden Woche stehen eine Reihe von Daten aus der Eurozone und den Vereinigten Staaten. Der Ifo-Wirtschaftsklimaindex für Deutschland wird am Dienstag veröffentlicht, während Frankreich am Freitag Vorschüsse zu den Inflationszahlen bekannt gibt. In den USA kommen am Mittwoch Werte für den Kern-PCE-Index, die zweite Schätzung zum BIP des zweiten Quartals, Bestellungen im Bereich langlebiger Güter und persönliche Einkommen und Ausgaben zur Sprache. Am Freitag folgt die jährliche Überarbeitung der Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Agrarwirtschaft. Schwache Daten aus den USA könnten den Dollar weiter unter Druck setzen und den EUR/USD stärken, während überdurchschnittliche Inflations- oder Wachstumszahlen die US-Währung zu einer Erholung veranlassen könnten.
Die technische Analyse deutet darauf hin, dass das Paar sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase um das Niveau von 1,1668 befindet. Laut der Analyse könnte ein Aufwärtsbruch die Wechselkurs auf 1,1811 treiben, bevor es zu einem potenziellen Rückschlag auf 1,1581 kommen könnte. Ein Abwärtsbruch dagegen könnte den Weg für einen Sprung auf 1,1455 freimachen, mit der Möglichkeit eines weiteren Rückgangs auf 1,1400. Der MACD-Indikator auf dem H4-Chart zeigt eine Signallinie über null, die jedoch abwärts tendiert und somit das anhaltende leere Momentum widerspiegelt.
Auf dem H1-Chart ist EUR/USD auf 1,1710 gestiegen, wobei sich darunter ein Konsolidierungsbereich bildet. Die Analyse erwartet einen Rückschlag auf 1,1622 mit der Möglichkeit eines weiteren Rückgangs auf 1,1611. Die Signallinie des Stochastischen Oszillators, die derzeit über 80 liegt und in Richtung 20 tendiert, deutet auf kurzfristigen Abgabedruck hin.
Die kurzfristige Trendentwicklung des EUR/USD wird von den anstehenden Wirtschaftsdaten und Signalen der Zentralbanken abhängen, wobei die grundlegenden Faktoren für die einheitliche Währung weiterhin moderat positiv sind.












