Die Einhaltung der Frist für die Marktrichtlinie für Kryptowerte (MiCA) der Europäischen Union hat ungewollt einen Boom an Kryptoschwindlern ausgelöst, die sich auf Investoren konzentrieren, die ihre Konten umsiedeln müssen.
Die Strafverfolgungsbehörden und die Branchenanalysten berichten über einen Anstieg von Schemen, bei denen Schädlinge sich als Aufsichtsbehörden und lizenzierte Kryptobörsen ausgeben, um Benutzer während der Übergangszeit zu täuschen. Die Schwindeltypen umfassen Phishing-E-Mails, Falsche Websiten und unerbetene Anrufe, die oft die Dringlichkeit der Kontenmigrationen unter MiCAs Lizenzerwerbsrahmen ausnutzen.
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und die nationalen Aufsichtsbehörden haben Warnungen über die erhöhte Risikosituation herausgegeben, dabei darauf hinweisen, dass Schädlinge die Komplexität des MiCA-Kompliance-Prozesses ausnutzen, um Investoren zu täuschen, sensible Informationen preiszugeben oder Gelder an betrügerische Plattformen zu überweisen. Die Schwindel sind besonders häufig in Ländern mit hoher Kryptowährungsnutzung zu finden, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande.
Branchendaten weisen darauf hin, dass der Volumen der in der EU gemeldeten Kryptoschwindel um etwa 40% seit dem MiCA-Fristtermin im Juni 2026 gestiegen ist, mit Verlusten von über 50 Millionen Euro in den ersten zwei Monaten allein. Die Aufsichtsbehörden führen den Anstieg auf die Kombination aus regulatorischer Unsicherheit während der Übergangszeit und der erhöhten Aufsicht von ungelizenften Firmen zurück.
Experten raten Investoren, die Legitimität jeder Kommunikation zu überprüfen, die sich als von Aufsichtsbehörden oder lizenzierten Börsen ausgibt, insbesondere während der Kontenmigrationen. Sie empfehlen auch, nur Plattformen zu verwenden, die bei den nationalen zuständigen Behörden unter MiCA registriert sind, um das Risiko zu minimieren, Opfer solcher Schwindel zu werden.



