Das KI-Hardware-Startup Etched hat in einer neuen Finanzierungsrunde 700 Millionen Dollar eingesammelt und wird dabei mit 21 Milliarden Dollar bewertet – mehr als das Doppelte des vorherigen Werts. Gleichzeitig beschleunigt das Unternehmen die Produktion seiner spezialisierten Inferenz-Hardware.
Die Series-D-Runde wurde von der Handelsfirma Jane Street angeführt. Sie folgt auf eine im späten Juli bekannt gegebene Series-C-Finanzierung über 300 Millionen Dollar, bei der Etched noch mit 10,3 Milliarden Dollar bewertet wurde. Zudem teilte das Unternehmen mit, dass es in vier zuvor nicht öffentlich gemachten Finanzierungsrunden zusätzliche 800 Millionen Dollar eingesammelt hat. Laut eigenen Angaben belaufen sich die bestehenden Kundenverträge auf schätzungsweise 1 Milliarde Dollar.
Etched entwickelt sogenannte Frontier-Inferenz-Cluster, eine spezialisierte Hardware-Kategorie für anspruchsvolle KI-Modell-Workloads. Die Technologie des Unternehmens basiert auf proprietären Durchbrüchen in den Bereichen Low Voltage Inference und Cluster Scale Memory. Dadurch können mathematische Rechenblöcke mit weniger als der Hälfte der Spannung traditioneller Prozessoren betrieben werden – bei gleichbleibendem Datendurchsatz und ohne thermische Drosselung.
Das Startup hat sein Team auf über 400 Ingenieure ausgebaut, viele davon von NVIDIA und Google abgeworben. Die Produktion erfolgt in Partnerschaft mit der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Die Fertigung wird in einer neuen 80.000 Quadratfuß großen Prototypenanlage nahe dem Hauptsitz in San Jose sowie in einem eigenen Werk in Taiwan hochgefahren.
Jane Street hat kürzlich das erste betriebsbereite Server-Rack von Etched erhalten, nachdem das Unternehmen eine Phase der internen Hardwarevalidierung durchlaufen hatte. Dies unterstreicht die Fortschritte bei der kommerziellen Markteinführung. An der aktuellen Runde beteiligten sich neben Jane Street auch Kleiner Perkins, Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, Blackstone, Peter Thiel sowie VentureTech Alliance.











