Der brasilianische Energiekonzern Eneva SA gab am Mittwoch bekannt, dass sein Umsatz für das zweite Quartal 2026 die von Refinitiv kompilierten Prognosen von 3,2 Milliarden Real übertroffen habe. Der Umsatz belief sich auf 3,4 Milliarden Real, was einem Wert von 610 Millionen Dollar entspricht. Allerdings lagen die angepassten Gewinn pro Aktie bei 0,85 Real unter den von Analysten erwarteten 0,92 Real.
Eneva führte die Umsatzüberschreitung auf höhere thermische Stromerzeugung und gestiegene Energieverkäufe im Spotmarkt zurück. Das Unternehmen betreibt ein diversifiziertes Energieportfolio, das aus gasbetriebenen Kraftwerken und erneuerbaren Energieprojekten besteht.
Was die Kosten angeht, so hob Eneva höhere Betriebskosten hervor, insbesondere im Bereich von Kraftstoffen und Wartung, die die Profitabilität beeinträchtigten. Das Unternehmen betonte auch regulatorische und logistische Herausforderungen in seinem Erdgassegment als Faktoren, die zum Gewinnverlust beigetragen haben.
Die Führung setzte sich für die volljährliche 2026-Prognose ein, da sie eine stabile Nachfrage und laufende Kostensenkungsmaßnahmen erwarte. Die Prognose geht von durchschnittlichen thermischen Kraftwerksnutzungsquoten und keinen erheblichen Störungen in der Kraftstofflieferung aus.
Analysten bei XP Investimentos hielten an einer neutralen Bewertung von Eneva fest, da sie einen ausgeglichenen Risiko-Nutzenverhältnis gesehen hätten, trotz des Umsatzüberschreitens, aber des Gewinnverlusts. Der Aktienkurs war am Mittwoch in der Vorhandelsphase um 1,2% niedriger.



