Die Zahlungsfirma dtcpay hat im April eine Series-A-Finanzierungsrunde im Wert von 25 Millionen US-Dollar abgeschlossen, die zunächst von Vertex Ventures Southeast Asia & India geleitet wurde und nun von dem japanischen Finanzkonglomerat SBI Group weiter gestützt wird.
An der Runde nahmen auch Genedant Capital und der bestehende Investor Kwee Liong Tek teil. Die Investition unterstreicht die institutionelle Vertrautheit in dtcpays Ziel, Stablecoins genauso zugänglich zu machen wie traditionelle Finanzdienstleistungen, so das Unternehmen am Freitag.
"Wir haben diese Runde nicht aufgebracht, um das zu konsolidieren, was wir aufbauen konnten. Wir haben sie aufgebracht, um die Art und Weise, wie Geld über Grenzen hinweg bewegt wird, grundlegend zu verändern", sagte Alice Liu, Gründerin und CEO von dtcpay.
Vertex Ventures Southeast Asia & India, die zu Vertex Holdings, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen von Temasek Holdings, gehört, führte die erste Tranche an. Das Unternehmen verfügt über Erfahrung im Skalieren von Technologiefirmen.
Die SBI Group ist in den Bereichen Bankwesen, Wertpapiere, Versicherung, Vermögensverwaltung und digitale Vermögenswerte tätig und diversifiziert damit die Anlagetruppe. Genedant Capital mit Sitz in Singapur ist von der Monetary Authority of Singapore autorisiert und verwaltet über 2 Milliarden Dollar an Vermögenswerten im Rahmen von Beratungs- und Verwaltungsleistungen.
dtcpay, das eine Lizenz der Finanzbehörde von Singapur besitzt, ist seit mindestens 2023 im Bereich der Stablecoin-Zahlungen aktiv. Damals lancierte es ein System, das Fiat-und Kryptowährungszahlungen für In-Store-Käufe und Online-Einkäufe ermöglicht. Bis 2024 hatte es die Unterstützung für Kryptowährungen wie Bitcoin zugunsten von Transaktionen nur mit Stablecoins stufenweise abgebaut. Mit seiner Visa-Karte ist es derzeit möglich, sowohl in Fiat- als auch in Stablecoins bei mehr als 150 Millionen Händlerstandorten weltweit zu zahlen.
Das Unternehmen hält ebenfalls eine Lizenz für eine Instanz der elektronischen Geldanlage in Luxemburg, die es berechtigt, regulierte Zahlungsdienstleistungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anzubieten. Es verfügt über Lizenzen und Registrierungen in Hongkong, Australien, den Vereinigten Staaten und Kanada.
Liu’s Aussage, dass die Erlöse dazu dienen sollen, den grenzüberschreitenden Geldverkehr zu transformieren, zeugt davon, dass das Unternehmen seine operationellen Aktivitäten ausweiten und seine regulierten Aktivitäten auf bestehende Märkte hinaus erweitern möchte. Die vielfältige Investorenbasis – einschliesslich eines risikofreudigen Venture-Capital-Fonds der Temasek-Gruppe und eines grossen japanischen Finanzkonglomerats – stellt sowohl Kapital als auch Fachwissen bereit, damit dtcpay diese Expansion verfolgen kann.












