Die jährliche Inflationsrate in Kroatien sank im Juli auf 3,9% nach 4,5% im Juni, wie offizielle Zahlen am Dienstag veröffentlicht wurden.
Diese Abkühlung folgt einem breiteren regionalen Trend der moderierenden Preisentwicklung in Mittel- und Osteuropa, bei dem mehrere Volkswirtschaften in den letzten Monaten eine langsameren Inflationswachstum gemeldet haben. Die Juli-Zahl markiert einen weiteren Rückzug von den Höchstständen, die Ende 2022 und Anfang 2023 beobachtet wurden, als die Inflationsdruck durch Lieferkettenstörungen und Energiekosten erhöht war.
Kroatien hat den Euro am 1. Januar 2023 eingeführt, was seitdem seine Geldpolitik mit der Europäischen Zentralbank synchronisiert hat. Der Wechsel zur Währung hat zu einer größeren Preistransparenz und einer verringerten Wechselkursvolatilität geführt, obwohl die Inflationsdynamik weiterhin von der Inlandsnachfrage und externen Faktoren wie Energiepreisen beeinflusst wird.
Die Europäische Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht am 17. August die harmonisierten Inflationsdaten für Kroatien und andere Eurozone-Mitglieder. Analysten werden die Zahlen im Auge behalten, um weitere Anzeichen für eine Stabilisierung oder erneute Preisdrücke im Bündnis zu erkennen.



