City Chic Collective meldete einen Anstieg des zugrundeliegenden EBITDA um 92% auf 12,3 Mio. australische Dollar (A$) im Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2026. Damit beschleunigte sich die Wende des Modehändlers. Während der globale Umsatz um 3,1% auf 130,5 Mio. A$ sank, stiegen die Erlöse in Australien und Neuseeland um 7,6%. Der vergleichbare Umsatz in den Filialen legte um 5,6% zu. Die Nettoliquidität verbesserte sich auf 5,2 Mio. A$, während der operative Cashflow mit 2,2 Mio. A$ erstmals positiv ausfiel.
Die US-Aktivitäten belasteten das Gesamtergebnis: Der Umsatz brach dort um 42,1% ein, nachdem das Unternehmen den Großhandelskanal bei Amazon verlassen hatte. Im Gegensatz dazu profitierte der ANZ-Markt von einem Anstieg der Filialbesuche um 7,0% und einer Steigerung der Handelsmargen um 8,2%. Der Lagerbestand wurde um 11% auf 24,1 Mio. A$ reduziert, während die aktive Kundschaft um 3,0% auf einen Rekordwert von 517.000 wuchs. Die Bruttomarge im Handel verbesserte sich um 209 Basispunkte auf 60,6%, getrieben von einem Anstieg der Durchschnittspreise um 4,5%.
Kostendisziplin trug maßgeblich zur Ergebnisverbesserung bei: Die gesamten Geschäftsbetriebskosten sanken um 7,1 Mio. A$ auf 51,7% des Umsatzes. Die Marketingausgaben gingen um 24,1% zurück, die Personalaufwendungen um 5,5% und sonstige Betriebskosten um mehr als 20%. Der statutarische Verlust nach Steuern verringerte sich um 25,5% auf 6,6 Mio. A$, während sich die EBITDA-Marge auf 9,4% verdoppelte.
City Chic verlängerte zudem die Kreditlinie bis März 2028 und tilgte während des Berichtszeitraums 5,0 Mio. A$ an Verbindlichkeiten. Das Unternehmen optimiert sein Filialnetz mit 72 Standorten, nachdem es zu Beginn des Geschäftsjahres 2026/27 vier verlustbringende Filialen geschlossen und eine neue eröffnet hatte. In den ersten sieben Wochen des laufenden Geschäftsjahres zeigte sich ein starker Start: Der vergleichbare Filialumsatz in ANZ stieg um 11,4%, die Filialbesuche legten um 14% zu – trotz eines Rückgangs der Online-Umsätze um 8%, bedingt durch reduzierte Rabattaktionen.
Die Geschäftsführung hob das Konzept „Cut for Curves“ und den digitalen Marketingansatz als zentrale Erfolgsfaktoren hervor. Zudem verwies die Präsentation auf eine Verschiebung der Größenverteilung: Die Größen 10–12 verdoppelten ihren Anteil am Umsatz auf 8%, während größere Größen 18–20 von 42% auf 39% zurückgingen. Das Unternehmen verwies zudem auf Daten zum Einsatz von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion in den USA, wo 21% der Haushalte einen Nutzer aufweisen. Bei 73% dieser Haushalte kommt es zu spürbaren Größenveränderungen der Kleidung, was zu einem Anstieg der Bekleidungsausgaben um 9,9% nach 6–8 Monaten Medikamenteneinnahme führt.












