Chainalysis hat eine unter Verschluss gelegte Klage gegen die US-Regierung wegen eines 95-Millionen-Dollar-Vertrags eingereicht, der TRM Labs von der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) vergeben wurde.
Die Klage, die unter Verschluss gelegt wurde, enthält keine spezifischen Einwände von Chainalysis oder die von ihr verlangte Abhilfe, da die rechtliche Beratung im Fall noch im Gange ist. Die unter Verschluss gelegte Fassung verhindert die öffentliche Offenlegung der Argumente der Firma, während die Rechtsverhandlung andauert.
Der Vertrag, der als einzigvergabe-Vertrag erteilt wurde, beauftragte TRM Labs mit der Bereitstellung von Blockchain-Analysediensten für die Ermittlungsarbeiten der ICE. Chainalysis, ein bekannter Anbieter von Blockchain-Transaktionsverfolgungs- und Compliance-Software, hat die Gründe für seine rechtliche Herausforderung nicht öffentlich dargelegt.
Regierungsverträge dieser Größenordnung unterliegen typischerweise einem wettbewerbsorientierten Beschaffungsprozess, um Kostenwirksamkeit und Transparenz sicherzustellen. Die Verwendung von einzigvergabe-Beschaffungsmechanismen erfordert häufig eine Rechtfertigung nach den bundesweiten Beschaffungsregelungen, insbesondere dann, wenn alternative Anbieter verfügbar sind.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen im Blockchain-Analysedienstleistungssektor, in dem mehrere Firmen um Regierungsverträge konkurrieren, während der Bedarf an digitalen Forensikwerkzeugen in der Strafverfolgung und den nationalen Sicherheitsanwendungen wächst.


