Campbell Soup Co. verzeichnete im vierten Quartal einen Nettoerlösrückgang von 8 Prozent auf 2,14 Mrd. US-Dollar und verfehlte damit leicht die Analystenerwartungen, da die schwache Konsumnachfrage den Verpackungsgiganten weiterhin belastete. Der bereinigte Gewinn pro Aktie von 39 Cent entsprach den Prognosen, doch die Ausblicke für das Geschäftsjahr 2027 deuteten auf weiteren Druck hin.
Die Geschäftsleitung geht nun von einem Nettoerlösrückgang zwischen 2 und 4 Prozent im Geschäftsjahr 2027 aus – ein stärkerer Einbruch als die von Analysten erwartete Reduktion um 0,8 Prozent. Der bereinigte Gewinn pro Aktie wird auf 1,65 bis 1,80 US-Dollar geschätzt, was unter der Prognose von 1,86 US-Dollar liegt. Zudem kündigte das Unternehmen eine Dividendenkürzung um ein Drittel an, um die Liquidität angesichts steigender Kostenbelastungen zu sichern.
Campbell Soup hat durchschnittliche Preiserhöhungen von 4 bis 5 Prozent bei rund 60 Prozent seines Portfolios durchgesetzt, wobei die Absatzmengen im Snacksegment um 6 Prozent sanken, während die Preise um 1 Prozent stiegen. Im Gegensatz dazu verzeichnete das Segment für Mahlzeiten und Getränke einen Mengenanstieg von 3 Prozent bei stabilen Preisen. Das Unternehmen erwartet, dass sich die Preiseffekte ab dem zweiten Quartal bemerkbar machen werden, auch wenn die Verkaufsmengen weiterhin unter Druck bleiben.
Chief Executive Officer Mick Beekhuizen bezeichnete die Ergebnisse als «inakzeptabel» und kündigte aggressive Massnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen an. Chief Financial Officer Todd Cunfer hob das geplante Kostensenkungsprogramm hervor, das bis zum Geschäftsjahr 2030 Einsparungen von 500 Mio. US-Dollar durch Werksstilllegungen und Stellenabbau anstrebt. Zudem sind weitere gezielte Preiserhöhungen geplant, um steigende Rohstoff- und Logistikkosten auszugleichen.
Analysten werteten Campbell Soups Fokus auf Eigenmassnahmen – darunter Kostensenkungen und strategische Preisanpassungen – als notwendige Schritte zur Wiederherstellung der Profitabilität in einem schwierigen Konsumumfeld. Barclays-Analyst Andrew Lazar bezeichnete den Ansatz als «eine deutlich aggressivere Haltung bei der Selbsthilfe», während eMarketer-Analystin Suzy Davidkhanian die Notwendigkeit von Innovationen und Verpackungsänderungen betonte, um die Konsumentenpräferenz jenseits von Nostalgie zurückzugewinnen.













