Bank of America hat seine S&P-500-Risikosignale von Rot auf Gelb zurückgestuft, da die Bärenmarktindikatoren von 70% auf 60% gesunken sind und sich die Kreditbedingungen verbessern. Die Änderung erfolgte in einer am Montag an Kunden versendeten Notiz, wie die Strategin Savita Subramanian mitteilte.
Die Bärenmarktindikatoren der Bank hatten Ende Mai 70% erreicht und platzierten die Aktienmärkte in einem Hochrisikobereich. Seither haben Verbesserungen an den Kreditmärkten den Anteil der ausgelösten Indikatoren auf 60% reduziert, was auf eine Milderung der systemischen Risiken hindeutet. Subramanian betonte zudem, dass die überhitzte Kursentwicklung bei Technologiewerten ebenfalls normalisiert sei, was zum Rückgang des Warnniveaus beigetragen habe.
Das forward KGV des S&P 500 ist von 22-fach zu Jahresbeginn auf aktuell 20-fach geschrumpft. Historisch gesehen liegt die mediane Rendite des Index über die folgenden 12 Monate bei 3%, wenn 60% der Signale der Bank ausgelöst sind. Das langfristige Bewertungsmodell von BofA weist jedoch weiterhin auf jährliche Verluste von 3% über das kommende Jahrzehnt hin.
Kreditstress-Episoden seit den 1990er Jahren haben sich typischerweise in zwei Phasen vollzogen: einer langanhaltenden Anfangsphase, gefolgt von einer raschen Beschleunigung der Spannen. BofA stellte fest, dass die erste Hälfte solcher Bewegungen historisch gesehen sechs Mal länger gedauert hat als die zweite Hälfte, was das Potenzial für eine plötzliche Verschlechterung unterstreicht.
Bei der Positionierung bevorzugt die Bank grosskapitalwertorientierte Aktien als defensive Strategie und empfiehlt Allokationen in Öl und Gas, Distributoren, Metalle und Bergbau, Banken sowie Versicherungen. Zu meidende Sektoren sind Medien und IT-Dienstleistungen, die BofA als Wertfallen einstuft, bei denen die Kursverluste schneller voranschreiten als die Senkungen der Gewinnprognosen.











