Bank of America Securities hat ihre Prognose für die britische Wirtschaftswachstum im Jahr 2027 auf 1,2 % gesenkt und führt dafür die erhöhten Energiepreise und die Unsicherheit im Vorfeld des Regierungshochhaushalts an.
Die Bank hat ihre Wachstumsprognose für 2026 um 10 Basispunkte auf 1,2 % erhöht, was auf eine stärker als erwartet ausgeprägte Aktivität im ersten Halbjahr zurückzuführen ist. Für 2028 bleibt der Ausblick unverändert bei 1,5 %. Die Abschwächung für 2027 folgt einer Anpassung, die durch höhere Öl- und Gaspreise unter einem Szenario nach einer Friedensabkommen führt.
Auch die Inflationsprognosen wurden nach oben revidiert. Die Hauptinflation für das vierte Quartal 2026 wird nun auf 3,4 % geschätzt, ein Plus von 20 Basispunkten gegenüber der vorherigen Prognose. Die Schätzung für 2027 wurde um 30 Basispunkte auf 2,6 % angehoben. Die Spitzeninflation wird voraussichtlich 3,5 % erreichen im November 2026 und auf über 3 % liegen bleiben, bis ins zweite Quartal des Jahres 2027. Die Prognosen für die Kerninflation wurden sparsam angepasst auf 2,8 % für 2026 und 2,3 % für 2027, wobei beide Werte für 2028 unverändert bei 2,1 % bleiben.
Die Erwartungen für die Zinsen der Bank of England blieben bestehen. Der Referenzzinssatz wird prognostiziert, dass er bis 2026 stabil bleiben wird, bevor er im November 2027 um 25 Basispunkte auf 3,5 % gesenkt wird. Die Bank bezeichnete die Zinsaussichten als eine ausgeprägte Entscheidung und vermerkte, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September sehr gering ist, jedoch Optionen für November, Dezember und Februar offen gelassen werden.
Der Arbeitsmarkt zeigte Anzeichen einer Abschwächung mit einer Arbeitslosenquote von 4,9%, zusammen mit Rückgängen bei Lohnzahlungen und offenen Stellen. Es wird prognostiziert, dass die Quote ihren Höhepunkt bei 5,2 % Mitte 2027 erreicht.
BofA erwartet in den kommenden Monaten ein langsameres Wachstum aufgrund der Energiepreisdruck sowie der unsicheren Lage im Zusammenhang mit der Haushaltsplanung. Die Risiken für die Prognosen bleiben weiterhin auf der positiven Seite, unterstützt durch die widerstandsfähigen PMI-Daten im August insbesondere im Dienstleistungssektor. Die Bank erwartet keine umfassende steuerliche Erleichterung im Haushaltsplan für das Herbsthalbjahr, da es sich hierbei um fiskalische Regeln handelt. Es kann jedoch eine gewisse Flexibilität genutzt werden, um das Investitionsdarlehen im Rahmen der Schuldengrenzen zu erhöhen.












