BMO Capital hat First Solar am Mittwoch von Market Perform auf Outperform hochgestuft und dabei einen Zielkurs von $263 festgelegt. Als Begründung wurde ein verbesserter Ausblick für US-Zölle auf Solarmodule genannt.
Die Aufwertung folgt einem Rückgang der First-Solar-Aktie um 16% im Zuge von Entwicklungen rund um Zollmassnahmen nach Section 232, was die Aktie mit einem Verlust seit Jahresbeginn von 21% ausweist. BMO verwies darauf, dass das Unternehmen zu einem etwa 8,6-fachen geschätzten Enterprise Value zu EBITDA für 2029 gehandelt wird, ohne Produktionssteuergutschriften, was es zum günstigsten Originalausrüster im solarabgedeckten Universum macht. Das aktuelle KGV von First Solar liegt bei 12,67, das KGV-Wachstum (PEG) bei 0,33.
BMO rechnet damit, dass das neue Zollregime die durchschnittlichen US-Verkaufspreise für Module in einen Bereich von $0,43 bis $0,44 pro Watt treiben wird. Margendruck wird voraussichtlich bis 2027 anhalten. Das Unternehmen betonte zudem, dass die durchschnittlichen Verkaufspreisanforderungen von Tesla mit der konservativen Schätzung von $0,38 pro Watt während der Expansion übereinstimmen oder diese übertreffen, und wies darauf hin, dass die Initiative "Crystal Sun" für die zweite Jahreshälfte des Jahrzehnts ein Risiko darstellt.
Mizuho bestätigte ein Outperform-Rating mit einem angehobenen Zielkurs von $324, gegenüber zuvor $300. Baird stufte First Solar von Neutral auf Outperform hoch und erhöhte den Zielkurs auf $318. Jefferies hingegen senkte den Zielkurs auf $196 bei Beibehaltung eines Hold-Ratings.
Die Zolldebatten konzentrieren sich auf Massnahmen nach Section 232 und einen möglichen Mechanismus eines Mindestimportpreises. Ein Reuters-Bericht deutete an, dass die USA die Einführung einer Preisuntergrenze sowie Zölle auf chinesisches Polysilizium prüfen, einem wichtigen Ausgangsstoff für Solarmodule.













