Bending Spoons, der Softwareentwickler mit Sitz in Mailand, hat am Freitag seine zweiten Quartalsergebnisse vorgelegt, die die Prognosen der Analysten übertrafen. Doch die Aktie verlor in den ersten Handelstagen an Wert, als Investoren auf den konservativen Ausblick für das restliche Jahr achteten.
Das Unternehmen, bekannt für seine mobilen Produktivitäts- und Utility-Anwendungen, meldete einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) von 22,1 Millionen Euro für das zweite Quartal, was einem 15-Prozent-Jahresvergleichsplus entspricht und die von Reuters veröffentlichte Prognose von 20,5 Millionen Euro übertraf. Die Umsätze stiegen um 12 Prozent auf 108,4 Millionen Euro und übertrafen damit die von Reuters veröffentlichte Schätzung von 104,2 Millionen Euro.
Trotz des positiven Finanzergebnisses kürzte Bending Spoons seine Vorhersagen für das laufende Jahr, da das Unternehmen aufgrund der makroökonomischen Unsicherheit und der schwächeren Verbrauchererwartungen in wichtigen Märkten auf eine Umsatzsteigerung von 8-10 Prozent für 2024 setzte, im Gegensatz zu den zuvor von 12-15 Prozent angegebenen Werten. Der bereinigte EBITDA wurde auf 85-90 Millionen Euro festgelegt, im Gegensatz zu den zuvor von 90-95 Millionen Euro angegebenen Werten.
Die Analysten von Intesa Sanpaolo bemerkten, dass der Q2-Sieg die operative Stärke des Unternehmens widerspiegelt, die verringerte Prognose jedoch auf potenzielle Hürden hindeutet. "Das Unternehmen bleibt profitabel und cash-flow positiv, aber der geänderte Ausblick deutet auf eine vorsichtige Haltung hin, die von den breiteren wirtschaftlichen Druckfaktoren beeinflusst wird", schrieben sie in einem Bericht.
Die Aktie von Bending Spoons, die im Vorverkauf um 4 Prozent zugelegt hatte, fiel am Freitag um 1,8 Prozent auf 11,20 Euro in den Mailänder Handel, unterlag damit dem breiteren italienischen Aktienindex. Die Aktie ist im vergangenen Monat um 8 Prozent zurückgegangen, was auf Profit-Taking und Branchenweite Volatilität zurückzuführen ist.
Das Unternehmen, das 2022 über einen Spezialzweck-Verwaltungsvereinigung (SPAC) an die Börse ging, hat sein Portfolio durch Übernahmen erweitert, darunter die 2023 erfolgte Übernahme der mobilen App-Assets der italienischen Fintech-Firma Moneyfarm. Bending Spoons betont eine Strategie, die auf die Benutzerbindung und die Monetarisierung durch In-App-Käufe und Werbung ausgerichtet ist.
Investoren werden das Unternehmen beobachten, wie es Wachstum und Rentabilität in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld ausbalancieren wird.


