Barclays hat Polypeptide Group am Dienstag von 'Kaufen' auf 'Halten' herabgestuft, da die Bewertung nach einem starken ersten Halbjahresrallye und dem Samsung-Bietaufer in Höhe von 2,1 Mrd. US-Dollar als zu weit gestreckt angesehen wird.
Der Analyst hat die 30-prozentige Erholung der Aktie im ersten Halbjahr 2024 als wichtiger Faktor für die Herabstufung genannt. Barclays warnte vor einer überzogenen Bewertung der Aktie, selbst wenn Samsung eine vollständige Übernahme von Polypeptide verfolgt.
Samsung Biologics hatte im Juni angekündigt, Polypeptide für etwa 2,1 Mrd. US-Dollar zu übernehmen, was der Firma einen Wert von etwa 28-mal dem EBITDA 2024 verleiht. Der Kaufvertrag bleibt den Genehmigungen der Aufsichtsbehörden unterstellt und soll bis Ende 2024 abgeschlossen werden.
Die Aktie von Polypeptide stieg um 2,3 Prozent in den frühen Handel am Dienstag, wobei die Gewinne nach der Herabstufung fortgesetzt wurden. Die Aktie hat im Vergleich zu ihren Peers im Bereich der biopharmazeutischen Dienstleistungen im laufenden Jahr zulegten, getrieben von der Optimismus der Anleger hinsichtlich des Samsung-Deals und der breiteren Nachfrage nach Peptid-basierten Therapien.
Die Analysten von Barclays haben die strategische Begründung hinter dem Samsung-Bietaufer anerkannt, betont aber, dass der angebotene Premium die weiteren potenziellen Gewinne in der Nähe begrenzen könnte. Die Herabstufung spiegelt eine vorsichtige Haltung hinsichtlich der Bewertung wider, trotz der starken operativen Leistung des Unternehmens und der langfristigen Wachstumsperspektiven des Kaufvertrags.
Polypeptide, mit Sitz in Dänemark, ist auf die Entwicklung und Herstellung von Peptiden für pharmazeutische und biotechnologische Anwendungen spezialisiert. Das Unternehmen bedient eine globale Kundenbasis, einschließlich großer Arzneimittelentwickler, und betreibt Herstellungsanlagen in Europa und Asien.



