Die Bank von Japan erwägt eine Zinserhöhung bereits im September, wie Quellen mit Kenntnis der Angelegenheit bestätigen, was einen potenziellen Beschleunigungsschub in ihrem Dämpfungszyklus bedeuten könnte.
In den Politikdiskussionen innerhalb der Zentralbank scheinen die Beamten ein schnelleres Tempo der Normalisierung in Erwägung zu ziehen, da sich Anzeichen einer nachhaltigen Inflation und einer schwachen Yen abzeichnen. Die Maßnahme würde einen Abstand von der langjährigen extrem lockeren Geldpolitik der BOJ bedeuten, die die Kreditkosten seit Jahren nahe Null gehalten hat.
Eine Zinserhöhung im September würde der Entscheidung der Zentralbank im Juli folgen, negative Zinsen zu beenden, ihre erste solche Anpassung seit 2007. Die Juli-Entscheidung wurde als Schritt in Richtung Normalisierung dargestellt, aber die jüngsten wirtschaftlichen Daten, einschließlich steigender Verbraucherpreise und Lohnwachstums, haben Spekulationen über eine aggressivere Dämpfung befeuert.
Die Abwertung des Yens, die Importkosten und Inflation erhöht hat, ist auch ein wichtiger Faktor in den Überlegungen der BOJ. Eine schwächere Währung erhöht die Kosten für importierte Güter, was die inflationären Druckkräfte weiter anhebt, die die Zentralbank schwer zu kontrollieren hat.
Analysten weisen darauf hin, dass die Politikänderung der BOJ sie mit anderen großen Zentralbanken wie der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank in Einklang bringen würde, die ebenfalls Zinsen erhoben haben, um die Inflation zu bekämpfen. Allerdings machen Japans einzigartige wirtschaftliche Herausforderungen, einschließlich einer brüchigen Erholung und demografischen Winden, den Weg vorher schwierig.
Die Zeit und der Umfang einer möglichen Zinserhöhung im September bleiben unsicher, mit einigen Quellen, die eine kleinere Erhöhung von 10-15 Basispunkten anstreben, anstatt einer größeren Anpassung. Die nächste Politikbesprechung der BOJ ist für den 18.-19. September geplant.


