Die jüngste Umfrage von Bank of America zu LKW-Ladungsnachfragen zeigt eine leicht verbesserte Erwartungshaltung der Versender: Der Nachfrageindikator stieg auf 57,4 Punkte, nach 56,1 Punkten in der Vorwoche. Damit liegt der Wert jedoch bereits zum zweiten Mal in Folge unter der historischen Wachstumsschwelle von 60 Punkten – nach einer neunwöchigen Phase darüber. Der Anstieg von 2,4 Punkten lag leicht über dem durchschnittlichen saisonalen Zuwachs von Mitte bis Ende August in der 15-jährigen Geschichte der Umfrage.
In der Vorumfrage war der Nachfrageindikator um 11,1 Punkte gesunken – deutlich stärker als der durchschnittliche Rückgang von 2,9 Punkten. Damit markiert dies den zweitstärksten Rückgang in der Geschichte der Erhebung. Im Jahresvergleich liegt der Indikator jedoch um 2 Punkte höher.
Die Stimmung der Versender hat sich leicht aufgehellt: 38 % der Befragten rechnen mit einer positiven kurzfristigen Nachfrageentwicklung, gegenüber 29 % in der Vorumfrage. Die neutralen Erwartungen sanken von 61 % auf 43 %, während die negativen Einschätzungen von 10 % auf 19 % stiegen.
Bei den Kapazitätsbedingungen zeichnet sich eine leichte Lockerung ab: Der Kapazitätsindikator stieg auf 32,4 Punkte, nach 25,6 Punkten zuvor – der höchste Stand seit März 2026. Trotz eines Anstiegs um 27 % in der Sequenz bleibt der Wert deutlich unter den historischen Durchschnittswerten. Der Tarifindikator kletterte auf 79,7 Punkte, nach 76,8 Punkten.
Die Spotraten für Trockenfracht-LKW-Ladungen (ohne Treibstoff) fielen auf 2,05 USD pro Meile, nach 2,08 USD in der Vorwoche. Damit setzen sich die Rückgänge der vergangenen fünf Wochen fort – ausgehend von einem Höchststand von 2,31 USD pro Meile. Dennoch liegen die Raten weiterhin 38 % über dem Vorjahresniveau. Die Eisenbahn-Güterwagenladungen stiegen im Jahresvergleich um 3,8 %.
Die Erwartungen der Versender zu künftigen Tarifen blieben weitgehend stabil: 62 % gehen von steigenden Preisen aus (Vorwoche: 61 %). Der Anteil derer, die mit stabilen Preisen rechnen, stieg auf 35 % (Vorwoche: 32 %), während die Erwartung sinkender Preise auf 3 % fiel (Vorwoche: 7 %).













