Baidu Inc. fiel um 7,4% im Vor-Börsenhandel am Dienstag, nachdem das Unternehmen seine zweiten Quartalsgebnisse veröffentlicht hatte, die die Erwartungen der Analysten verfehlten. Die Earnings per Share und der Umsatz lagen unter den Prognosen.
Der chinesische Internetgigant meldete Earnings per Share von ¥7,22, was 26,6% unter dem von ¥9,84 prognostizierten Wert lag. Der Umsatz betrug ¥31,33 Milliarden und unterlief damit den von ¥34,1 Milliarden prognostizierten Betrag. Kern-Werberechtliches, das sich für vier aufeinanderfolgende Quartale zurückgebildet hatte, sank um 19% im Vergleich zum Vorjahr auf ¥13,1 Milliarden, was auf strukturelle Veränderungen im digitalen Marketing zurückzuführen ist, als Benutzer von traditionellen Suchmaschinen zu AI-getriebenen Plattformen und E-Commerce-Firmen ihre Budgets auf Benutzersubventionen umleiten.
Der Umsatz aus AI-Cloud-Infrastruktur stieg um 50% im Vergleich zum Vorjahr auf ¥7,3 Milliarden, während der Umsatz aus GPU-Cloud um 283% stieg, was sich von 184% im Vorquartal beschleunigte. Trotz dieser Gewinne meldete Baidu einen negativen freien Cashflow von -4,0% und einen nahe Null liegenden Return on Equity von 0,1%, was die finanzielle Belastung durch den hohen AI-Aufwand unterstreicht.
Die Analysten haben ihre Earnings-Prognosen angepasst, wobei Bank of America seinen Preisziel von $165 auf $180 reduziert hat, während er ein Kaufempfehlung beibehalten hat, und Barclays eine Gleichgewichts-Empfehlung mit einem Ziel von $124 beibehalten hat. Der Aktienkurs, der sich vor Börsenstart bei $96,38 befand, weist ein Forward-P/E von 14,1x und ein EV/EBITDA von 3,4x auf.
Technische Indikatoren signalisieren einen bearischen Trend, da der Aktienkurs unter allen wichtigen Durchschnittspreisen und technischen Lesarten wie dem RSI bei 37,95 und dem MACD bei -1,87 liegt. Das von Bank of America geschätzte Fair-Value von $132,11 impliziert eine Steigerung von 26,9% von den aktuellen Niveaus, obwohl das Management eine höhere AI-Ausgaben im zweiten Halbjahr 2026 angekündigt hat, was die Margen weiter belasten könnte.



