Die zugrunde liegenden Inflationsdrucke in Australien blieben im Juli stärker als erwartet, was den Fall für eine potenzielle Zinserhöhung auf der November-Politikgebung der Reserve Bank of Australia verstärkt.
Der gestrichelte Mittelwert des Verbraucherpreisindex, der bevorzugte Inflationsindikator der RBA, stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,5 %, und übertraf damit sowohl die Erwartungen der Bank als auch der Markt von 0,3 %. Der annualisierte drei-monatige Wert kletterte auf ein Rekordniveau von 4,7 %, während 61 % der CPI-Körbe Wachstumsraten von über 3 % zeigten, wie ANZ Research feststellte. Die Ausgabenkategorien wie Bekleidung, Schuhe, Restaurantessen, Einrichtungsgegenstände und Inlandreisen für Freizeizeinrichtungen trugen zu dem Anstieg bei, was auf eine robuste Nachfrage der privaten Haushalte hinweist.
Die Kosten für Neubauten stiegen im zweiten Monat in Folge um 0,4%. ANZ fand jedoch kaum Belege für breitere Inflationsdrucke im Lebensmittelbereich. Die Daten deuten darauf hin, dass die Nachfrage der Haushalte möglicherweise nicht so schwach ist, wie bisher eingeschätzt, und dass der Juli-Indikator für die Haushaltsausgaben als wichtiger Test für den Konsumwunsch dienen wird.
Die RBA hat ihren Referenzkurs bei 4,35% unverändert gelassen. Die Zentralbank hatte zuvor einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 0,8% für das zweite Halbjahr prognostiziert. Da die grundlegenden Inflationstrends anhalten, gehen die Marktteilnehmer von einer Wahrscheinlichkeit von 40% für eine Zinsschraube auf der Sitzung des 28./29. November aus, was höher ist als die vorangegangenen Erwartungen.
ANZ Research hob hervor, dass die anhaltenden Preisdrücke als Haupttreiber der erhöhten Inflationswerte fungieren. Die Analyse des Unternehmens steht im Gegensatz zu früheren Annahmen über eine schwächere Nachfrage und unterstreicht die Belege für eine strenge Geldpolitik in naher Zukunft.













