Die künstliche Intelligenz-Firma Anthropic hat ihre Unternehmenssteuerungsstruktur überarbeitet, um die Kontrollen der Gründer vor einer möglichen ersten Börsennotierungsrunde zu stärken, wie aus regulatorischen Unterlagen und unter Informierten hervorgeht.
Das in San Francisco ansässige Startup plant die Einführung von Supervotingschachtbestimmungen, die den sieben Mitbegründern verstärkten Einfluss auf Unternehmensentscheidungen geben. Die unmittelbare Beteiligung von CEO Dario Amodei wurde durch die vorherigen Finanzierungsrunden auf rund 2% reduziert, während die übrigen Mitbegründer ungefähr gleichgroße Minderheitsbeteiligungen am Unternehmen halten.
Anthropic plantet, den Long-Term Benefit Trust zu erhalten, einen Governance-Mechanismus, der langfristige gesellschaftliche und ethische Überlegungen vor kurzfristige Gewinne der Aktionäre stellt. Der Trust, der eine besondere Klasse von nicht-economicen Aktien hält, behält die exklusive Befugnis, die Mehrheit des sieben Mitglieder umfassenden Verwaltungsrates zu ernennen. Der frühere Gouverneur der US-Federal Reserve, Ben Bernanke, bleibt im Beratergremium, während die Mitgliederzahl des Trust kürzlich auf drei aktive Teilnehmer reduziert wurde, nachdem Mariano-Florentino Cuéllar zum Chief Global Affairs Officer ernannt wurde.
Die Umstrukturierung fällt mit den Vorbereitungen von Anthropic für ihre Börsenerstreckung zusammen, welche bereits Ende September vollzogen werden könnte. Wenn die IPO planmäßig abgeschlossen wird, wird Anthropic als das wertvollste börsennotierte Unternehmen im Bereich gemeinnütziger Förderung in den USA erscheinen und Softwareanbieter Veeva Systems übertreffen. Die Bewertung des Unternehmens wird voraussichtlich 50 Milliarden US-Dollar übersteigen, was auf jüngsten Transaktionen auf dem privaten Markt basiert, wobei die Endpreis-Erfassung von der Nachfrage der Investoren und den Marktbedingungen zum Zeitpunkt der Börsennotierung abhängen wird.








