Die britische Steuerbehörde hat mitgeteilt, dass im Steuerjahr 2024-25 insgesamt 17 600 Personen kombinierte Kapitalgewinne aus Kryptowährungen in Höhe von 1,9 Mrd. USD deklariert haben. Darunter befanden sich 240 Steuerpflichtige, die jeweils Gewinne von über 1,4 Mio. USD meldeten.
Die Daten wurden am Donnerstag von HM Revenue and Customs (HMRC) veröffentlicht. Demnach entfielen auf die 240 Spitzenverdiener rund 975 Mio. USD der deklarierten Krypto-Kapitalgewinne. Die gesamte Gruppe der 17 600 Steuerpflichtigen meldete zudem Veräusserungen oder Handelsaktivitäten im Wert von insgesamt 18,7 Mrd. USD.
Die Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung der Besteuerung digitaler Vermögenswerte im Vereinigten Königreich. Die Behörden betonen, dass Gewinne aus Kryptowährungen nach denselben Regeln zu versteuern sind wie andere Kapitalerträge. James Murray, Finanzstaatssekretär im Schatzamt und Paymaster General, erinnerte Investoren daran, ihre steuerlichen Pflichten zu erfüllen.
Abgestützt auf den OECD-Rahmen «Crypto-Asset Reporting Framework» wird das Vereinigte Königreich künftig von Krypto-Dienstleistern Berichte über On-Chain-Aktivitäten verlangen, die möglicherweise nicht in individuellen Steuererklärungen erfasst wurden. Der Rahmen zielt auf geschätzte 457 Mrd. USD an global steuerbaren Krypto-Aktivitäten für das Jahr 2025 ab.
Die HMRC hat ihre Kontrollen verschärft und bereits über 81 000 Schreiben an Personen verschickt, bei denen der Verdacht auf Untererfassung von Krypto-Gewinnen besteht. Diese Massnahmen fügen sich in die internationalen Bestrebungen ein, die Berichterstattung über digitale Vermögenswerte zu vereinheitlichen.












