Die Schweiz und China haben die Verhandlungen über die Vertiefung ihres bilateralen Freihandelsabkommens abgeschlossen. Die Vereinbarung adressiert eine Langzeitexistenz asymmetrier aus dem Zugang auf den Markt. Im Rahmen des derzeitigen Systems profitieren fast alle chinesischen Importe von Zollfreiheit in der Schweiz, während jedoch nur ungefähr die Hälfte der Schweizer Ausfuhren in die Volksrepublik von derselben Behandlung profitiert. Mit dem überarbeiteten Abkommen soll dieser Anteil auf 99,8% erhöht werden, so dass im Wesentlichen alle Schweizer Waren in den chinesischen Markt tarifbefreit eingeführt werden können.
Das Abkommen sichert auch einen verbesserten Marktzugang für Schweizer Investoren in China und stärkt die Bestimmungen zu Umweltstandards und Arbeitsschutzrechten. Nach rechtlicher Prüfung soll das Abkommen 2026 unter Vorbehalt der nationalen Ratifizierung in beiden Ländern unterzeichnet werden.
Die Verhandlungen zur Modernisierung der Vereinbarung aus dem Jahr 2014 begannen im September 2024 und wurden nach fünf Runden abgeschlossen. China ist nach der EU und den USA der drittgrößte Handelspartner der Schweiz, und die Schweizer Regierung sieht das Abkommen als einen Schritt zur Diversifizierung der Exportmärkte angesichts der Handelskonflikte mit den USA. Der Modernisierungsprozess geriet jedoch im vergangenen Jahr aufgrund von Bedenken über die Menschenrechte in China in die Verlängerung, obwohl sich die Gespräche ohne weitere Unterbrechung wieder aufgenommen haben.
Die Vereinbarung folgt auf jüngste Handelsabkommen der Europäischen Freihandelsassociation (EFTA), der die Schweiz ein Mitglied ist, darunter ein Abkommen aus dem Jahr 2024 mit Indien zur Senkung der Zölle für pharmazeutische Produkte, Maschinen, Uhren und optische Instrumente sowie ein früheres Abkommen mit den Mercosur-Staaten in Südamerika.











