Die US-Börsenaufsicht SEC hat am Dienstag einen neuen regulatorischen Rahmen für Krypto-Assets vorgestellt und damit die erste große Politikinitiative der Regierung von Präsident Donald Trump zur Einführung maßgeschneiderter Regeln für den Sektor markiert.
Der Vorschlag führt zwei zentrale Befreiungen für Emittenten von Krypto-Token ein. Nach der ersten Regelung könnten Unternehmen innerhalb eines beliebigen 12-Monats-Zeitraums bis zu 75 Millionen Dollar einnehmen, während sie die üblichen Finanzberichterstattungspflichten einhalten. Eine zweite Befreiung würde eine einmalige Emission von bis zu 5 Millionen Dollar an Token über einen vierjährigen Zeitraum erlauben, sofern die Emittenten die vorgeschriebenen Anlegerinformationen offenlegen.
SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte, der Plan zielauf "klare Wege zur Kapitalbeschaffung nach den bundesweiten Wertpapiergesetzen" für Krypto-Unternehmer und Marktteilnehmer ab. Der Rahmen umfasst eine "Safe-Harbor"-Klausel, die bestimmte Krypto-Assets davon ausschließen könnte, als Anlageverträge klassifiziert zu werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Die Vorschläge entstehen vor dem Hintergrund, dass die SEC versucht, die Förderung von Innovationen in den digitalen Asset-Märkten mit Standards zum Anlegerschutz in Einklang zu bringen. Emittenten, die eine der beiden Befreiungen in Anspruch nehmen, unterliegen weiterhin laufenden Offenlegungspflichten, die Regeln würden die Compliance-Belastungen jedoch im Vergleich zur vollständigen Wertpapierregistrierung erleichtern.
Die Öffentlichkeit hat 60 Tage Zeit, um sich zu den Vorschlägen zu äußern, bevor die SEC eine endgültige Verabschiedung prüft.









