PostFinance meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Nettoerlös von 103 Millionen Schweizer Franken, der um 7 Millionen Franken oder 6,3% unter dem Vorjahreszeitraum liegt. Der operative Gewinn sank auf 113 Millionen Franken von 134 Millionen Franken, während das Umsatzvolumen auf 613 Millionen Franken von 649 Millionen Franken zurückging, wie am Donnerstag veröffentlichte Zahlen zeigen.
Die Kundenanlagen unter Verwaltung stiegen um 3,7 Milliarden Franken auf 117,5 Milliarden Franken seit dem Jahresende 2025, wobei die nicht-zinsgebundenen Anlagen um 9% auf 25,3 Milliarden Franken stiegen. Die neuen Einzahlungen in Anlageprodukte verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 500 Millionen Franken und wurden durch die Nachfrage nach Vermögensverwaltungsdiensten, E-Handel und der PostFinance-Debit-Karte getrieben.
Der Nettozinserlös, der größte Umsatzquelle der Bank, sank um 34 Millionen Franken auf 285 Millionen Franken. PostFinance hob hervor, dass ein einmaliger Gewinn von 37 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum den Vergleich künstlich aufgebläht hatte. Anpassend an diesen Effekt sei der Nettozinserlös sogar gestiegen, so die Bank.
Die Kommissions- und Dienstleistungseinnahmen stiegen auf 171 Millionen Franken von 168 Millionen Franken, während der Handelserlös auf 107 Millionen Franken von 103 Millionen Franken anstieg. Die Kosten sanken um 11 Millionen Franken auf 466 Millionen Franken und wurden auf organisatorische Umstrukturierungen und engeres Ausgabekontrollen zurückgeführt. Das branchenbasierte Zahlungsverkehrsgeschäft blieb ein Dämpfer und verzeichnete einen Verlust von 65 Millionen Franken.
PostFinance vollendete die vollständige Abstossung ihres Anteils an Swissquote während der Periode, nachdem sie im Dezember 2025 bereits eine erste Reduzierung vorgenommen hatte. Die Bank allokierte auch 60 Millionen Franken für allgemeine Bankrisikoreserven, wodurch ihr Gesamtkapitalverhältnis bei 27,6%—weit über den regulatorischen Anforderungen—blieb.
Die Bank wird ihre Führungskräfte im Jahr 2027 reorganisieren, indem sie das Risiko- und das Compliance- & Rechtswesen in getrennte Einheiten mit dedizierter Vorstandsrepräsentation spaltet. Heidi Steiger wird weiterhin das Risiko leiten, während ein neuer Führungskräfteposten für das Compliance eingerichtet wird. Sandra Lienhart wird sich im Frühjahr 2027 von der Vorstandsleitung zurückziehen, bleibt aber bei der Firma.













