Matas Group: Umsatz steigt im ersten Quartal 2026/27, Margen unter Druck
Türkische Apothekenkette verzeichnet Umsatzwachstum, warnt aber vor Margenkompression durch Restrukturierungskosten. Aktie kaum verändert im frühen Handel.

Die türkische Apothekenkette Matas Group hat für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 ein Umsatzwachstum gemeldet, während die operativen Margen aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen unter Druck gerieten. Das Unternehmen veröffentlichte die Ergebnisse am Montag in Form von Präsentationsfolien und wies ein um 6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegenes Nettoumsatzvolumen von 1,8 Milliarden Türkische Lira aus. Getrieben wurde dies durch eine höhere Kundenfrequenz sowie ein erweitertes Produktangebot.
Die Bruttomarge schrumpfte auf 28,4 % gegenüber 31,1 % im Vorjahreszeitraum. Dies ist auf höhere Inputkosten sowie einmalige Restrukturierungsaufwendungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms zurückzuführen. Die im Spätherbst 2025 gestartete Initiative zielt darauf ab, durch die Schliessung unrentabler Filialen und eine Zentralisierung der Beschaffung die Abläufe zu straffen und Overhead-Kosten abzubauen.
Matas Group verzeichnete zudem einen Rückgang des Nettogewinns um 4 % auf 120 Millionen Lira, was vor allem auf die Margenkompression und erhöhte Restrukturierungskosten in Höhe von 35 Millionen Lira im Quartal zurückzuführen ist. Trotz der kurzfristigen Belastungen bestätigte das Management seine Jahresprognose und erwartet ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum sowie eine schrittweise Erholung der Profitabilität, sobald die Kostensenkungsmassnahmen greifen.
Analysten von Garanti Securities bestätigten ihre «Hold»-Empfehlung für die Aktie und verwiesen dabei auf den Margendruck, räumten jedoch die langfristigen Vorteile des Restrukturierungsplans ein. Die Matas-Group-Aktie notierte am Dienstag im frühen Handel in Istanbul mit einem Minus von 0,3 %, und damit schwächer als der breitere BIST-100-Index.


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