Die europäische Luftfahrtbranche steht vor einer schwierigen Phase, geprägt von hohen Kerosinpreisen und geopolitischen Risiken. Der Insolvenzantrag der lettischen Airline airBaltic markiert ein erstes schweres Signal, das auf weitere Herausforderungen für viele Fluggesellschaften hindeutet. Die Preise für Flugtreibstoff sind seit dem Konflikt zwischen den USA und Iran stark gestiegen, was die Finanzlage vieler Airlines zusätzlich belastet. Besonders betroffen sind Unternehmen mit geringen Gewinnmargen, die traditionell auf geopolitische Entwicklungen reagieren müssen, wie die Blockade der Hormus-Straße, die die Treibstoffkosten verdoppelt hat. Während die Branche in den sommerlichen Hochsaisonmonaten Gewinne aufbaut, werden diese Reserven im kalten Winter oft aufgebraucht, wenn die Nachfrage schwächer ausfällt. Kleine und mittelgroße Airlines sind dabei besonders gefährdet, da sie in einer Phase niedriger Passagierzahlen kaum Einnahmen generieren können. Bereits im Mai hatte die US-Fluglinie Spirit unter ähnlichen Bedingungen Insolvenz angemeldet. Auch größere Billigflieger wie Wizz Air spüren den Druck: Die ungarische Airline verzeichnete im ersten Quartal einen höheren operativen Verlust und senkte Preise, um Kunden zu halten. Trotz des Erfolgs bei Passagierzahlen bleibt die Lage angespannt. Während Unternehmen wie Wizz Air durch starke Marken und Zugang zu Kapitalmarktressourcen stabiler sind, kämpfen andere, etwa die südostasiatische AirAsia oder die kanadische Air Transat, mit anhaltenden Verlusten und suchen nach zusätzlichen Finanzmitteln. Die Krise könnte die bereits erwartete Konsolidierung auf dem europäischen Markt beschleunigen. Große Konzerne wie British Airways (Muttergesellschaft IAG), Lufthansa und Air France-KLM könnten schwächere Wettbewerber übernehmen, während Billigflieger wie Ryanair und Wizz Air ihre Marktanteile ausbauen. Wizz Air hat offen Interesse an der Übernahme von Routen der rumänischen Staatsfluglinie TAROM geäußert, während andere potenzielle Ziele wie die norwegische Norse Atlantic oder die polnische LOT prüfen, verkauft oder fusioniert zu werden. airBaltic selbst kann durch das US-Insolvenzverfahren nach Chapter 11 eine Sanierung unter Gläubigerschutz erreichen, wie es der skandinavischen SAS bereits gelang. Die Lufthansa, die 10 % an airBaltic beteiligt ist, hat bisher angekündigt, ihren Anteil nicht aufzustocken, doch ihre weitere Reaktion auf das Insolvenzverfahren bleibt unklar.
Kerosinpreise und geopolitische Spannungen belasten europäische Airlines
Insolvenz von airBaltic und explodierende Treibstoffkosten treiben die Branche in eine Krise, die besonders kleinere Airlines gefährdet.
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Sophie Laurent · FX & Rates Desk · 15 Sept 2026 · 19:57 · 2 Min. Lesezeit
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Finances-Review-Redakteurin bearbeitet.
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Geschrieben von
Sophie Laurent
FX & Rates Desk
Sophie covers currency markets and central bank policy across Europe, with a focus on how rate decisions ripple through FX pairs. She has been tracking the ECB's policy path since the start of the current easing cycle.
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