Der Iran warnte am Montag, dass er zurückschlagen würde, nachdem das US-Finanzministerium neue Sanktionen gegen 60 Einzelpersonen, Unternehmen und Schiffe bekannt gegeben hatte, aber die Liste chinesische Finanzinstitute ausschloss, die unter Verdacht stehen, den irischen Öllieferungen zu erleichtern.
Die Maßnahmen wurden vom US-Finanzminister Scott Bessent in Washington bekanntgegeben und intensivieren den Druck auf Teheran in einer fragile Sicherheitslage im Golf. Gegenüber Journalisten sagte Bessent, die erweiterten Einschränkungen seien dazu konzipiert, die bestehenden Maßnahmen zur Durchsetzung der Sanktionen zu stärken, ohne dabei das globale Finanzsystem zu destabilisieren. «Warum sollte ich das globale Finanzsystem zerstören wollen?» sagte er angesichts der Frage über den Umfang der neuen Maßnahmen. «Wir möchten heute hier deutlich machen, dass niemand außerhalb der Reichweite amerikanischer Sanktionen steht.»
Irans Wirtschaftsminister Ali Madanizadeh reagierte auf diese Ankündigung und erklärte im Staatssender, dass sich die Verteidigungshaltung des Landes geändert habe. «Unsere Verteidigung ist nicht mehr defensiv; die Feinde sollten mit einem Angriff rechnen», sagte er und bezeichnet die Worte als Reaktion auf den anhaltenden militärischen Druck. Der islamische Revolutionsgarden warnte separat vor Konsequenzen nach der Ankündigung der Sanktionen.
Diese Eskalation folgt einem jüngsten Tanker-Unfall in der Nähe der Hormus-Schlucht. Ein Schiff wurde etwa 17 Kilometer nordöstlich von Ash Shishah in Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen und war nicht mehr betriebsfähig. Die britische Agentur für maritimes Handelswesen berichtete über die Schäden, benannte jedoch keiner als Verursacher.
Die neuen Sanktionen treten in Kraft, als Washington sich bemüht, den Ölexport des Irans nach China zu begrenzen. Die chinesische Regierung bestätigte, dass ihre Zusammenarbeit mit Teheran im Rahmen des Völkerrechts stattfindet. Die Preise für Brent-Rohöl gaben für die zweite Sitzung in Folge nach, was die Zurückhaltung der Märkte in Anbetracht der vermehrten Spannungen widerspiegelt.
Im nächsten Monat sind diplomatische Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping geplant, bei denen die regionale Stabilität wahrscheinlich einen wichtigen Platz auf der Agenda haben wird.












