Die Gold-Futures fielen am Dienstag unter 4.700 USD, da die Investoren die jüngste Straffaktion der USA gegen den Iran bewerteten, die den Druck auf das Finanznetzwerk und die Handelspartner des Landes weiter erhöht hat.
Der US-Finanzminister Scott Bessent sagte, Washington werde alle Einnahmequellen Teherans anprangern, um das Regime wirtschaftlich zu isolieren und warnte, dass jede Instanz, die Transaktionen mit dem Iran erleichtert, Gefahr laufe, mit Nebenstrafe zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Aktion, die "Operation Economic Outcast" genannt wird, markiert eine Ausweitung der Anstrengungen der USA, sechs Monate nach dem Konflikt mit Israel die finanziellen Zugänge des Irans zu unterbinden.
Bessent, ein ehemaliger Hedge-Fond-Manager mit umfassender Erfahrung auf dem Gebiet der staatlichen Schulden und der Währungsmärkte, betonte, dass die Kampagne darauf abzielt, die wirtschaftlichen Verbindungen zu unterbrechen, die das iranische Regime unterstützen. Er bezeichnete die Initiative als strategisches Warnsignal an Länder und Unternehmen weltweit, verglich sie mit den alliierten Landungen am D-Day während des Zweiten Weltkriegs. Zudem verhängte das Finanzministerium neue Sanktionen gegen 60 Einrichtungen, Schiffe und Personen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Hongkong, in China, in Singapur und in der Schweiz und beschuldigte sie, dass sie die Aktivitäten Irans ermöglichen.
Gold-Futures eröffneten bei 4.738,24 Dollar und erreichten ein Tageshoch von 4.754,01 Dollar, ehe sie bis zum Mittag auf 4.695 zurückgingen, nachdem sie kurz auf 4.674,26 Dollar gesunken waren. Das Edelmetall hatte Schwierigkeiten, Gewinne über die zentrale Widerstandszone bei 4.726,08 Dollar zu halten und stärkte das bearische Sentiment, nachdem es in der vorherigen Handelsrunde ein Doppeltopp gebildet hatte.
Nach der von dem Autor zitierten technischen Analyse könnte ein Bruch unter dem kritischen Supportniveau von 4.649,89 US-Dollar diese Woche den Verkaufsdruck weiter verstärken. Die Analyse suggeriert, dass ein solcher Schritt die Abschläge entlang einer steilen Verlaufskurve bis zum 17. September 2026 verlängern könnte, da die Bedenken hinsichtlich länger anhaltender Inflationsrisiken weiterhin bestehen bleiben.
Auch die umfassenden Finanzoperationen des Finanzministeriums standen im Fokus, als Bessent Pläne bekanntgab, die Größe der quartalsweisen Rückkäufe länger laufender Anleihen zu verdoppeln. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Liquidität auf den Märkten für länger laufende Schuldtitel zu verbessern. Der Allgemeine Kontowert des Finanzministeriums, die operative Bargeldreserve der Bundesregierung, belief sich am vergangenen Mittwoch auf etwa 940 Milliarden US-Dollar und bietet damit einen potenziellen Puffer für die fiskalischen Operationen.
Analysten bemerken, dass die Sanktionskampagne eine Verstärkung des wirtschaftlichen Drucks widerspiegelt, nachdem die jüngsten Militärschläge gegen den Iran nur geringen Erfolg hatten. Präsident Donald Trump hat laut Medienangaben Weltführer dazu aufgefordert, sie zu drängen, ihre Beziehungen zum iranischen Regime einzustellen und die Zusammenarbeit mit den USA als strategische Belohnung und die Tauglichkeit zum Iran als Weg in die Isolation zu bezeichnen.













