Der deutsche Maschinen-und Anlagenbau warnt vor möglichen Gasmangel in diesem Winter, da die Lagerbestände weiterhin sehr niedrig sind und die Preise steigen.
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer des Industrieverbands VDMA, sagte in Frankfurt, dass die langsame Wiederbefüllung der Gasspeicher die Bedenken über Versorgungsunterbrechungen in den kommenden Monaten verstärkt habe. Viele kritische Prozesse in der Maschinenproduktion verlähren sich auf Erdgas, und sowohl physische Knappheit als auch Preisrallye würden erhebliche Risiken für den Betrieb darstellen, führte er aus.
Laut dem Gaslagernetzwerk Ines waren die Gasdepots in Deutschland ab dieser Woche nur zu 50% befüllt, das niedrigste saisonale Niveau seit der Datenaufnahme im Jahr 2011. Im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr lag der Anteil bei 67%. Dieser Rückgang geschieht infolge von reduzierten Winterkäufern, die von den erhöhten Preisen aufgrund der vermehrten geopolitischen Spannungen abgeschreckt wurden, einschließlich der de facto Blockade des Hormuschlumps im Konflikt zwischen dem Iran und anderen Organisationen.
Auch wenn das Bundeswirtschaftsministerium die Dringlichkeit anerkennt, besteht die Hauptverantwortung für die Sicherung der Versorgung nach eigenen Angaben bei privaten Unternehmen, Gasversorgern und Großhändlern. Ein Sprecher sagte, die Regierung bereite Notfallpläne vor, die schnell eingesetzt werden könnten, sollten sich die Bedingungen verschlechtern. Die Behörden kommen derzeit jedoch nicht in Betracht, dass es zu einem Gasmangel in diesem Winter kommt.
Der VDMA hat die politischen Entscheidungsträger aufgefordert, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um ausreichende Vorräte zu gewährleisten, und betonte die gemeinsame Verantwortung von Lieferanten, Regierung und Industrie für die Sicherheit der Energieversorgung.












