Alberto Musalem, Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, sagte am Donnerstag, dass seine Empfehlung für die Sitzung der Zentralbank im September vollständig von den eingehenden Konjunkturdaten abhängen werde, was auf einen datenbasierten Ansatz für die bevorstehende Entscheidung hindeutet.
Musalem betonte gegenüber CNBC die Notwendigkeit, "zu jeder Besprechung mit einem offenen Geist zu gehen", und erklärte zugleich, dass Künftiges Handeln die Notwendigkeit künftig radikalerer Maßnahmen verhindern könnte. Inflation bezeichnete er als "die größte Sorge der Öffentlichkeit", wobei die zugrundeliegende Inflation derzeit bei zwischen 2,5% und 3% liegt, weshalb sie über dem Ziel von 2% der Fed liegt.
Der Chef der Fed-St. Louis beschrieb die aktuelle Geldpolitik als "neutral oder expansionsbezog", wobei die Finanzbedingungen weiterhin "sehr expansiv" seien. Er erneuerte den Fokus der Fed auf die Wiederherstellung von Preisstabilität und erklärte, dass "das Beste, was die Fed für das Wachstum tun kann, die Inflation auf 2 % zurückzuführen ist".
Musalem, der eine Zinssenkung auf der Juli-Sitzung der Federal Reserve befürwortete, er reconocerte eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Inflation erhöht bleiben könnte, warnte jedoch davor, bereits vor dem September-Treffen eine Entscheidung zu fällen. Außerdem wies er Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Fed zurück und stellte fest, dass die Geldpolitik unabhängig von fiskalischen Faktoren ist.
Wenn es um die weiteren wirtschaftlichen Bedingungen geht, unterstrich Musalem die erhöhten Input-Kosten für Unternehmen und die ungleichen Produktivitätsentwicklungen sowie Hinweise auf eine Verschärfung der Kreditmärkte in einigen Sektoren. Er warnte auch vor möglichen Nachschubschwächen aufgrund von Wetterbedingten Störungen und führte an, dass ein "superer El Niño" der nächste Lieferungsschock sein könnte.












