Der US-Dollar stand am Mittwoch unter erneuetem Druck, nachdem das Finanzministerium bekannt gab, die gepländigen Rückkäufe langlauferziger Schuldverschreibungen auf mindestens 4 Mrd. USD pro Transaktion zu verdoppeln. Analysten gaben an, dass diese Maßnahme auf eine zunehmende fiskale Intervention hindeute.
Die Intervention, die bis Anfang November geplant ist und möglicherweise verlängert werden kann, folgt einer steigenden öffentlichen Schuldenlast der USA auf über 40 Billionen US-Dollar. Die Schulden, die vom Staat gehalten werden, entsprechen nun etwa 100% des BIP. Die netto Zinskosten für diese Schulden sind stetig gestiegen, was Fragen zur Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzierungskurse aufwirft. Obwohl die Erhöhung des Buybacks nur einen bescheidenen Anteil an den Gesamtverschuldung darstellt, kann das Signal, das sie aussendet, um lange Zinsen zu unterdrücken, einen größeren Einfluss auf die Finanzierung haben als die absolute Größe der Operation.
Die Analyse zeigt, dass eine anhaltende Verlangsamung der langfristigen Renditen, falls sie aufrechterhalten wird, die Relative Attraktivität von US-Anlagen im Vergleich zu europäischen Gegenständen schmälern kann. Der Zinsabschlag zwischen den 10-Jähriger-Bundsbasisrente in den USA und Deutschland ist von höheren Werten früher in diesem Jahr auf 139 Basispunkte gesunken. Falls diese Komprimierung unter erhöhtem Treasury-Eingriff andauert, könnte eine Teil der Anpassung vom Markt der Anleihen auf den Devisenmarkt wandern, was den Dollar schwächen könnte.
Die EUR/USD reagierte sofort auf die Ankündigung und stieg zum ersten Mal seit Mai über ihre 200-Tages-Mittelwerte und erreichte kurzzeitig den Widerstand bei 1,1670, einem Niveau, das die Gewinne in diesem Jahr wiederholt begrenzt hat. Die technische Bewertung der Parem ändert sich zu bullischem Terrain, wobei der RSI (14) auf überköperter Zone bei etwa 73 steigt und der MACD positiv divergiert. Die Analysten stellen fest, dass es zwar kurzfristige Umkehrrisiken gibt, aber die Momentumindikatoren eine Longposition bevorzugen.
Ziele für einen anhaltenden Breakout liegen bei 1,1723, 1,1785 und dem 78,6%igen Fibonacci-Retracement bei 1,1920, wobei letzteres eine wichtige Widerstandszone aus den Monaten April und Mai darstellt. Auf der Unterseite könnte ein Rückgang unter 1,1670 einen Rücksetzer in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts und des 38,2%-Retracements bei 1,1614 auslösen, wo Widerstand getestet werden könnte.
Die breitere Diskussion über die Entwertung des Dollars bleibt ein eher mittelfristiger Risiko als ein unmittelbarer Handelsschlüssel. Zum jetzigen Zeitpunkt konzentriert sich der Markt darauf, ob der Aufbruch am Mittwoch Bestand halten kann. Die technischen Ebenen bieten dabei den primären Orientierungsrahmen für die Positionierung.













