EZB signalisiert September‑Zinssenkung, nachdem die Inflation im Euroraum auf 2.1% gefallen ist
Präsidentin Lagarde sagt, der Rat sei „immer komfortabler“ mit dem Desinflationspfad – der Euro schwächt sich gegenüber dem Dollar, während Derivatemärkte ein schnelleres Lockerungstempo einpreisen.

Die Europäische Zentralbank signalisierte am Donnerstag, dass sie bereit sei, bei ihrem Treffen im September die Leitzinsen zu senken, nachdem neue Daten zeigten, dass die Inflation im Euroraum im Juli auf 2.1% gefallen sei – das niedrigste Niveau seit über drei Jahren.
„Wir sind zunehmend komfortabler mit dem Desinflationspfad“, sagte EZB‑Präsidentin Christine Lagarde gegenüber Reportern in Frankfurt und fügte hinzu, dass der Rat einen „meeting-by-meeting“-Ansatz verfolgen werde, das Risiko‑profil sich jedoch verschoben habe.
Der Euro verlor nach den Äußerungen bis zu 0.4% gegenüber dem Dollar, da die Derivatemärkte ein schnelleres Tempo der geldpolitischen Lockerung bis zum Jahresende einpreisten. Die Geldmärkte implizieren nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 80% für eine Senkung um 25 basis points im September, gegenüber rund 55% vor der Pressekonferenz.
Ökonomen mehrerer großer Banken revidierten ihre Prognosen innerhalb weniger Stunden nach der Ankündigung, wobei die meisten nun von zwei weiteren Senkungen bis zum Jahresende ausgehen. Die Anleiherenditen im Euroraum fielen parallel, wobei die Rendite der deutschen 10‑jährigen Bund auf den niedrigsten Stand seit March sank.
Sophie covers currency markets and central bank policy across Europe, with a focus on how rate decisions ripple through FX pairs. She has been tracking the ECB's policy path since the start of the current easing cycle.
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