Blackstone hat im zweiten Quartal in Folge Auszahlungsgrenzen für den Blackstone Private Credit Fund (BCRED) eingeführt, nachdem Investoren im dritten Quartal insgesamt 4,3 Milliarden Dollar, also 10% der Anteile des Fonds, verlangen.
Der Fonds wird im Quartal 5% der Aktien zurückkaufen, was einem Schwellenwert entspricht, der mit seiner Standardliquiditätspolitik übereinstimmt. Eine regulatorische Berichtigung zu den Auszahlungsgrenzen wurde am Donnerstag veröffentlicht, was auf einen Anstieg der Blackstone-Aktien um 0,6% im Vorbörsengeschäft nach einem initialen Rückgang folgte.
Die Kündigungsanfragen bei BCRED blieben auf hohem Niveau, was dem in der Vorquartalperiode registrierten Anteilserwerb von 10 % entsprach. Der Fonds, der als weltweit grösstes privates Kreditinstitut bekannt ist, musste in einer Zeit einer anhaltenden Nachfrage der Anleger nach Ausstiegen aus illiquiden Anlageklassen sowie einer langwierigen Belastung durch Direktverleih unter sich verändernden Marktbedingungen bestehen.
Im Rahmen eines Investoren Updates verweist der Blackstone Private Credit Fund auf das Liquiditätsmanagement und erklärt, dass der Teilrückkaufplan „Aktionärsliquidität bietet und gleichzeitig das Kapital bewahrt, um es in neue Investitionen zu investieren“. Die Struktur des Fonds ermöglicht regelmässige Rückkäufe bei festgelegten Schwellenwerten, um Investorenenthaltungen mit der Stabilität des Portfolios in Einklang zu bringen.
Der Rückzugsdruck spiegelt breitere Trends im privaten Kreditverkehr wider, bei denen die Investoren nach Jahren der Beteiligung an Direktkreditstrategien zunehmend bei Vehikeln mit unterschätzten Vermögenswerten nach Liquidität suchen. Besorgnisse bezüglich der Kreditstandards und der Schuldenlast von Softwareunternehmen, die von Direktinvestoren abhängig sind, tragen zur Unsicherheit auf den Märkten bei.












