Die Aktien von Basilea Pharmaceuticals erkannten am Donnerstag einen weiteren Gewinnanstieg und stiegen um 3% auf 64,30 CHF, das höchste Niveau seit August 2018, nach soliden Ergebnissen für das erste Halbjahr.
Die Aktien des Schweizer Biopharma-Unternehmens waren bereits am Dienstag um 8 % gestiegen, nachdem das Unternehmen Einnahmen im ersten Halbjahr vermelden konnte, die die Erwartungen übertroffen hatten. Die Analysten führten die überdurchschnittlichen Ergebnisse auf höhere Lizenzgebühren und Produktvermarktung, insbesondere über globale Distributoren, zurück. Die Zürcher Kantonalbank erkannte die Überraschung im positiven Sinn, was sich von den vorherigen Erwartungen unterscheide.
Basileas Geschäftsmodell beruht auf der Lizenzierung seiner Medikamente an große pharmazeutische Partner anstatt auf der selbstvermarktung, was kosteneffiziente Geschäftstätigkeit ermöglicht, während gleichzeitig mehrere Projekte vorangebracht werden. Das Kernprodukt des Unternehmens, Cresemba – eine Behandlung bei schweren Pilzinfektionen – ist der primäre Umsatztreiber. Die globalen In-Market-Umsätze von Cresemba stiegen im ersten Halbjahr um 27 Prozent auf circa 782 Millionen US-Dollar, wie aus den heutigen Ergebnissen hervorgeht. Der Chief Executive David Veitch hob hervor, dass der Wachstum auf Markanteilzügelungen basierte und nicht auf einer allgemeinen Marktausweitung. In den USA ging es in diesem Zeitraum trotz der jahrzehntelangen Präsenz des Produktes weiter mit zweistelligen Wachstumsraten bergauf.
Insbesondere stehen Basilea vor einer wichtigen Herausforderung: dem bevorstehenden Verlust der Exklusivität. In den USA laufen die Schutzrechte für Cresemba im vierten Quartal 2027 ab, während europäische Generika voraussichtlich ab der zweiten Hälfte 2028 auf den Markt kommen. Veitch emphasized, dass die Übergangsphase kein abruptes Umsatzverlust auslösen würde, sondern das Wachstum begrenzen würde. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzhoch im Jahr 2027, dem eine nachhaltige Abklingung folgen wird, während das neue Medikament Zevtera – das im Juli 2025 in den USA auf den Markt kam – eine größere Rolle spielt, um das Lücke zu bedecken.












