Analyst KC Rajkumar von Lynx Equity Research bezeichnete die Kurseinbrüche der Unternehmen Micron Technology (NASDAQ: MU) und Western Digital's SanDisk (NASDAQ: SNDK) am Montag vor dem börslichen Handel als eine Überreaktion auf Wochenendeberichte, wonach Apple möglicherweise Speicher-Chips von chinesischen Zulieferern bezieht.
Micron fiel im Vorfeld der Handelssitzung um 3 % und SanDisk um 5 %, nachdem bekannt geworden war, dass die Trump-Administration Apple gestatten könnte, DRAM von der chinesischen CXMT und NAND-Flash von Yangtze Memory Technologies Corp. (YMTC) als diplomatisches Gestus vor dem geplanten US-Besuch von Präsidenten Xi Jinping zu verwenden. CXMT ist für nur einen Mac-Modell mit geringem Volumen qualifiziert und hat die Ertragsanforderungen für Apples iPhones nicht erfüllt, schrieb Rajkumar in einem Montagsschreiben.
Apple hat keine verkaufsmäßigen Änderungen öffentlich bestätigt, zeigte sich jedoch bereit, alle Optionen zu überprüfen und betonte, dass eine chinesische Beschaffung sowohl für die Produktion als auch für die Preisgestaltung Vorteile bieten könnte. Aufgrund der begrenzten Produktionskapazitäten und der schlechten Ausbeute bei High-Density-LpDDR5x-DRAM ist es unwahrscheinlich, dass CXMT die aktuellen Lieferengpässe von Apple beheben kann, fügte Rajkumar hinzu. YMTC hat seine jüngsten NAND-Chips für Apple-Geräte noch nicht freigegeben und konzentriert sich stattdessen auf interne Märkte wie Android-Smartphones und elektrische Fahrzeuge.
Sowohl CXMT als auch YMTC stehen weiterhin auf der Liste des Pentagons mit der Bezeichnung Section 1260H, die Unternehmen mit angeblichen Verbindungen zu Chinas militär-industriellem Sektor umfasst. Der Handelssekretär Howard Lutnick erklärte gegenüber dem Wall Street Journal im August, dass diese Bezeichnungen ein Problem für US-Firmen seien, die auf chinesche Speicher angewiesen sind.
Micron bleibt der dominierende US-Lieferant der hochdichten lpDDR5x-DRAMs, die für Apples iPhones und Macs benötigt werden, und verstärkt damit seine Rolle als Hauptlieferant auch unter der schwierigen geopolitischen Situation.













